Die Verfestigung der Missstände im Familienrecht durch Gutachten

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Seit Dezember 2012 ist die Gutachterin Katharina Behrend vom Familiengericht Würzburg eingesetzt:

Die Vorgeschichte und Verfahrensakten hier:

https://martindeeg.wordpress.com/2013/09/28/der-missbrauch-der-verfassungswidrigen-§-1626-a-bgb-alleinsorge-und-die-existenzzerstorenden-folgen/

Der Umgangsboykott dauert dessen ungeachtet seit Mai 2012 an.
Die Kindesentführung unter Beihilfe der Jusotz dauert seit Oktober 2012 derart an, dass mit kein Aufenthaltort und keinerlei Kenntnis über mein Kind bekannt ist!

Die Kindsmutter betreibt eine offenkundig zielgerichtete endgültige Zerstörung der Bindung und Beziehung zwischen Vater und Kind.

Die Justiz Würzburg, Richterin Treu und die zahlreich eingeschalteten Helfer sind zwar „betroffen“ angesichts der Tragödie. Die Kindsmutter kann jedoch weiter völlig ungehindert und ungeniert mithilfe der m.E. absolut ….. agierenden Erfüllungsgehilfin Hitzelberger die Schädigungen und Eskalationen mit jedem weiteren Tag vorantreiben und durch bloßen Zeitablauf manifestieren. Das Ziel der Kindsmutter: „Dämonisierung“ des Vaters, um alle Konflikte und Verantwortung von sich fernzuhalten! Auch zum Preis der irreversiblen Schädigung des eigenen Kindes.

Bereits vor Jahren haben Jopt/Behrend offenbar folgendes festgestellt: (genaue Datierung liegt nicht vor, die jüngsten Verweise beziehen sich jedoch auf 2003)

http://www.uwejopt.de/begutachtung/leipzig.html

Ein Resümee des Status quo, die absolute Bankrotterklärung für das deutsche „Familienrecht“:

„….Umso überraschender ist es, dass angesichts der aufgezählten Negativeffekte auf das elterliche Beziehungssystem nahezu 60 % der befragten RichterInnen mit der bisherigen Begutachtungspraxis uneingeschränkt zufrieden und ein weiteres Drittel dies zumindest teilweise ist. Wirklich unzufrieden sind lediglich knapp 3 Prozent. Die vorrangige Begründung lautet, dass die gutachterliche Empfehlung es ihnen ermöglicht, eine Entscheidung zu fällen und damit den Rechtsstreit mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft zu beenden. Ein Effekt, der mit nahezu jedem Gutachten verknüpft ist, unabhängig davon, ob der Expertenvorschlag in erkennbarem Zusammenhang zum Kindeswohl steht oder nicht. Somit lautet ein erstes Fazit der Untersuchung, dass die entscheidungsorientierte Begutachtung zumindest dem Gericht nützt.

……Hierzu zählt eine speziell für das juristische Denken typische Kausalitätsüberzeugung, wonach mit dem Beschluss bzw. Urteil des Gerichts nicht nur der Rechtsstreit als solcher beendet wird. Mit den dadurch geschaffenen „klaren Verhältnissen“ setzt zugleich auch eine klimatische Entspannung auf Seiten der Parteien ein, die sich wiederum – ganz im Sinne des KindRG – entlastend auf das Kind auswirkt. Diese Unterstellung ist auf vielen juristischen Feldern auch tatsächlich zutreffend, da sich die Streitparteien nach dem Gerichtsverfahren in aller Regel nicht wieder begegnen, was durch Rechtsmittel lediglich verzögert werden kann. Ob sich damit aber auch die konfligierenden Einstellungen verändert haben, darf zumindest angezweifelt werden. Die automatische Gleichsetzung von Rechtsfrieden mit Beziehungsfrieden ist höchst fraglich.
 
Sie gilt aber ganz sicher nicht, wenn die Streitenden Eltern sind, die durch Gerichtsbeschluss in Gewinner und Verlierer aufgespalten wurden, da es auf dem Feld des Kindschaftsrechts um nichts Materielles geht (jedenfalls nicht unmittelbar), sondern um das Leben mit und die Alltagsnähe zum eigenen Kind. Betroffen ist somit nicht selten die eigene Identität. Wer hier „verliert“, dessen Persönlichkeit wird wesentlich stärker bedroht als in sonstigen Rechtsstreitigkeiten. Vor diesem Hintergrund kann nicht überraschen, wenn sich viele Eltern auch nach Abschluss des familiengerichtlichen Verfahrens weiterhin unversöhnlich gegenüber stehen.
 

…..Mit anderen Worten: Aus Rechtsfrieden darf nicht automatisch Konfliktminderung oder gar Befriedung auf der Beziehungsebene abgeleitet werden. Wo die Empfehlung des Gutachters nur deshalb hingenommen wird, weil sie ohnehin unabwendbar erscheint, können Gerichte zwar die Zustimmung beider Eltern erzielen. Dennoch muss der den Rechtsstreit begründende Konflikt damit aber nicht abklingen, er kann durchaus auch stärker werden, wenn der Verlierer nur aus Ohnmacht zugestimmt hat, tatsächlich jedoch die Begründung für seiner Niederlage weiterhin nicht einsieht.
 
Somit ist festzuhalten, dass durch die – fremdbestimmte – traditionelle Begutachtung der trennungsbedingte Elternkonflikt nach Beendigung des Rechtsstreits häufig noch größer wird, was die psychischen Belastungen für das Kind weiter ansteigen lässt.

….Insofern sollte ein Gutachter im Kindschaftsrecht stets erst versuchen, die angetroffenen Verhältnisse zusammen mit den Eltern so zu verändern, dass sich für das unfreiwillig in Mitleidenschaft gezogene Kind im Idealfall eine psychische Balance zwischen seinen Bedürfnissen nach Nähe und Wachstum einstellt. Womit das gemeinsame Gespräch ins Zentrum sachverständiger Methodik rückt.

Dass die Kindsmutter hier – Rechtsanwältin und Steuerberaterin – nicht nur die gemeinsame Beratung sondern JEDWEDE KOMMUNIKATION, KOOPERATION nicht nur mit mir als Vater des gemeinsamen Kindes sondernd seit einem Jahr auch mit ALLEN hierfür eingesetzten Helfern VERWEIGERT – hiergegen wird in Würzburg NICHTS unternommen!!

Man kommt seitens Jopt/Behrend zu folgender Alternative:

„Alternative: Lösungsorientierte Begutachtung
 
Schon vor 17 Jahren hat der Erstautor erstmals die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels für die Rolle der Psychologie im Familienrecht aufgezeigt und erste Vorschläge zur Neugestaltung vorgestellt (Jopt, 1987, 1992). Dieses Konzept wurde in den folgenden Jahren stetig weiterentwickelt und liegt inzwischen als interdisziplinäre Monografie vor (Bergmann, Jopt & Rexilius, 2002). Dort stellen alle am Familiengericht tätigen Professionen dar, wie für ihre jeweilige Disziplin das traditionelle, auf den Entscheidungsträger Gericht zugeschnittene Konzept abgelöst werden kann durch ein lösungsorientiertes Vorgehen, das die Veränderung und Neugestaltung hochstrittiger familialer Konstellationen zur Entlastung des Kindes als gemeinsame Aufgabe eines professionellen Verbundes aus Juristen und Kinderkundlern versteht.
 
Zur Rolle der Psychologie bzw. des SV haben Jopt & Rexilius (2002; Rexilius, 2003) in diesem Reader ausführlich dargelegt, wie eine neue Arbeitsweise schon heute aussehen kann, ohne dafür aus familienrichterlicher Sicht erst noch rechtliche Voraussetzungen schaffen zu müssen (vgl. auch Bode, 2001, 2002). Trotz beachtlicher Erfolge dieses Ansatzes ist die Kritik allerdings beträchtlich, wobei erstaunlicher Weise vor allem aus den Reihen professioneller Gutachter der größte Widerstand kommt (z. B. Kluck, 2003; Salzgeber, 2003a). Demgegenüber sind die von einzelnen Juristen vorgetragenen Bedenken nicht inhaltlicher, sondern in erster Linie rechtlicher Natur (z. B. Finke, 2003; Willutzki, 2002).
 
Die FamilienrichterInnen aus der Richterstudie teilen diese Skepsis jedoch überwiegend nicht. Über die Hälfte der Befragten (51.3 %) wünschte sich den lösungsorientierten Ansatz als Regelfall für die Vorgehensweise von Sachverständigen, wobei sie keinerlei Bedenken hatten, dass es dann zur Kollision mit der ZPO kommen könnte (vgl. Jopt & Zütphen, 2004 b). Demgegenüber ist der Kreis von RichterInnen, die bereits gezielt lösungsorientierte Sachverständigenaufträge erteilen, in Anbetracht der geringen Anzahl von ExpertInnen, die diesen Ansatz beherrschen, naturgemäß (noch) wesentlich kleiner.
 
Somit liegt schon seit langem ein nicht nur theoretisches, sondern auch praktisch erprobtes Alternativkonzept vor, das als Grundlage dienen könnte, um in Überlegungen einzutreten, wie sich der Beitrag der Forensischen Psychologie im Familienrecht nutzbringender für die betroffenen Kinder gestalten lässt. Da nicht länger nur eine Minderheit von RichterInnen und Sachverständigen mit systemisch-lösungsorientierter Ausrichtung dies fordert, sondern inzwischen auch aus den Reihen traditioneller Gutachter[1] und skeptischer Juristen[2] erstmals Forderungen nach entsprechenden Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen laut werden, erscheint die Zeit für eine solche Neubestimmung reif.“
 

Diese „Neubestimmung“ wird sich nun an der Realität messen lassen.

Momentan ist es so, dass jedweder Schaden durch Untätigkeit in Kauf genommen wird!