Kindesentzug ist strukturelle Gewalt und schafft radikalisierte Gewalt….

Mit Gruß nach Bamberg:

….“Immer klarer wird, dass es gegen eine intakte leibliche Vaterschaft keine Argumente gibt, schon gar nicht mithilfe des Kindeswohls.“

Der Autor Ralf Bönt hatte in seinem Buch „Das entehrte Geschlecht“ 2012 den skandalösen Status quo und die Folgen für die Gesellschaft aufgezeigt.

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Dieser Artikel erschien nun heute in der Welt.

„Neue Väter, neue Männer

Der Nachwuchs braucht beide Elternteile als Vorbild. Aber Vätern unehelicher Kinder wird der Zugang oft erschwert. Hier müssen neue Gesetze her“

Von Ralf Bönt

(Anm.: Es reicht oft schon, die geltenden Gesetze anzuwenden!)

…..“Durch die Vorfälle in Köln fühlen sich viele bestätigt. Dass diese Krise eine Krise der Männlichkeit ist, sieht man auch daran, dass Männlichkeit per se Angst auslöst und auf paradoxe Weise den Parteien vom rechten Rande oder jenseits des demokratischen Spektrums neuen Zulauf verschafft. Das sind gerade jene Kräfte, die gegen die eine Männlichkeit wieder nur eine zwar eigene, aber strukturell gleichartige auffahren, und damit wiederum Angst auslösen. Wohin mit der Männlichkeit: Das scheint niemand mehr zu wissen. Aber ganz so ist es zum Glück nicht. Denn bei der Männlichkeit tut sich etwas Entscheidendes in Europa.

Von der Öffentlichkeit unbemerkt fasste das Europäische Parlament schon im vergangenen Oktober mit der Resolution 2079 unter dem Titel „Gleichheit und geteilte elterliche Verantwortung: die Rolle der Väter“ ein ganz heißes Eisen an, um daraus einen Pfeiler zu schmieden, den die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts dringend benötigt. Es geht dabei um die Gleichheit der Geschlechter, und zwar sowohl am Arbeitsplatz wie in der Privatsphäre. Sieht man über den im Original vom Parlament unbedacht gebrauchten Begriff „gender“ hinweg, der nicht das biologische Geschlecht benennt, sondern das soziale, so liest man doch erstaunt, dass beide Eltern wichtig sind für das Aufwachsen eines Kindes. Die Rolle der Väter solle besser wahrgenommen und geschätzt werden. Denn: Väter seien manchmal mit Gesetzen, Praktiken und Vorurteilen konfrontiert, die ihnen eine dauerhafte Beziehung zu ihren Kindern vorenthielten. Mit Bezug auf Artikel 8 der Europäischen Konvention der Menschenrechte, der ein fundamentales Recht auf das Familienleben anerkenne, solle die Trennung von Eltern und Kind nur bei hohem Risiko für das Kind und nur gerichtlich angeordnet werden können.“…..

http://www.internationalervatertag.de/images/gutachten/Europarat_Regelfall_Doppelresidenz_50_50_Doppelresidenz_EU_10_2015.pdf

….“Eine eigentlich längst selbstverständliche Sache, die leibliche Vaterschaft, muss nun in unserem Rechtssystem richtig verankert werden. Sie ist ein unverzichtbares Element einer nicht sexistischen Gesellschaft.“….

…..eine von Familienforschern geforderte bessere Integration des Vaters in die innere Familie nötig. Zudem erlaubt sie endlich die notwendige Neuorientierung aller Männer nach dem Verlust der Bedeutung als unentbehrliche Arbeitskräfte, welche Technik und Feminismus mit sich brachten.“

….“Immer klarer wird, dass es gegen eine intakte leibliche Vaterschaft keine Argumente gibt, schon gar nicht mithilfe des Kindeswohls.“

Männer artikulierten sich all die Zeit über nicht, sie wehrten sich nicht, und die Folgen sind bis heute fatal. Der Mann gilt als Homo Faber, als der technische Mensch, der nicht etwa ein modernes, von vielen Zwängen befreites Leben führt. Er ist eine durch den Rationalismus entfremdete Gestalt, in ihrem Mitgefühl für sich und den anderen gleichermaßen gestört. Der Mann entwickelte sich in der Moderne sozial zurück, er leitet Banken, Krankenhäuser und Autofabriken, aber Vaterschaft kommt ihm nicht in den Sinn.“…..

(Anm.: DOCH! Aber dann wird man verstoßen, weil finanziell „untauglich“!)

„….Nach einem Wort Walter Benjamins zeugt jeder Faschismus von einer gescheiterten Revolution. Die Bewegung der Männer kann und muss die der Frauen komplettieren, denn als Mann wird man zwar geboren, zum Übermann aber wird man gemacht. Dass wir für die Nächstenliebe gerade ihn nicht brauchen, dass dafür der einfache Vater reicht, wissen offenbar auch jene, die aus den Kriegsgebieten zu uns kommen, denn sie haben schon eine Entscheidung gegen Gewalt und für Zivilität getroffen. Ohne unsere Hilfe werden sie den Weg aber nicht zu Ende gehen können. Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir den unseren kennen. Er liegt nicht in Debatten um die Bezeichnung Frau Bundeskanzler oder dem Geschlecht eines Ampelmännchens. Auch Rückgriffe auf unlösbare religiöse Unterschiede aus vormoderner Zeit helfen nicht. Der Bezug des Europäischen Parlamentes auf die Menschenrechte ist der richtige Weg, um die gleichberechtigte soziale Integration des Mannes, nämlich die familiäre, zu bewerkstelligen. Sie ist der zentrale Konflikt des 21. Jahrhunderts, der jetzt begonnen hat. Eine Befreiung des Mannes bedeutet, dass er die Erzählung vom Helden Geschichte sein lassen kann, statt sie als zwingendes Vorbild zu sehen.“….

http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article152193680/Neue-Vaeter-neue-Maenner.html

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DER SPIEGEL 47/1997

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