Verdacht struktureller Korruption bei der Justiz Würzburg/Bamberg: Kindesentführung durch Gerichtsgutachter wird eingestellt, Staatsanwalt Lothar Schmitt wird Vizepräsident des OLG.

Der folgende Vorgang geht zwecks weiterer Veranlassung wegen Verdachts struktureller Korruption etc. zugunsten von Juristen und Sachverständigen im Raum Unterfranken an die Polizeibehörden Stuttgart..

Mittendrin: der bayrische Justizminister Winfried Bausback, CSU:
winfried-bausback-110~_v-img__16__9__m_-4423061158a17f4152aef84861ed0243214ae6e7http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/transitzonen-niederbayern-passau-dupper-100.html

….“18. November, nachmittags: Ein Zwölfjähriger steigt mit einem Freund in Aschaffenburg aus dem Schulbus. Die Mutter des Freundes nimmt die beiden mit dem Auto mit und fährt den Zwölfjährigen in einen Nachbarort. Sie liefert ihn vor dem Haus seiner Großeltern ab und fährt weiter. Noch auf der Straße taucht ein Fremder auf, den der Junge noch nie gesehen hat. Es ist der Professor, der eben noch im Gericht war und, mit seiner Kollegin im Auto, den Jungen gesehen haben muss.

Er fordert den Zwölfjährigen auf, in sein Auto zu steigen. Der Junge weigert sich, bittet einen Nachbarn um Hilfe. Der geht dazwischen, liefert das Kind bei dessen Großmutter ab. Der aufgebrachte Psychiater kommt mit zur Tür, stellt sich der Großmutter vor. Der Fremde drängt in den Flur, es kommt zum Geschrei. Der Junge rennt in den Garten, holt seinen Großvater. Der wirft den Mann raus, dieser bleibt hartnäckig, soll rufen: »Ich bin doch der Professor! Das Kind muss mit!« Körperliche Übergriffe gibt es aber keine.

18. November, abends: Nach langen Verhandlungen mit der Polizei beruhigt sich der Arzt, spricht von einem »Missverständnis«. Er bleibt auf freiem Fuß.

20. November: Die Staatsanwaltschaft informiert das bayerische Justizministerium von dem Fall, der ansonsten vertraulich behandelt wird – keinerlei Information dringt nach außen.„….

http://www.main-echo.de/regional/stadt-kreis-aschaffenburg/art4011,3216747

Gerichtsgutachter Martin Krupinski, um den es hier geht, ist offenkundig wieder an berufener Stelle tätig:

34b956a767

Prof. Dr. med. Martin Krupinski
Leiter der Abteilung für Forensische Psychiatrie
Facharzt für Psychiatrie
Psychotherapeut / Psychoanalytiker

http://www.forensik.ukw.de/mitarbeiter.html

Ich weiß nicht, ob Herr Krupinski eine Gefahr für das Kindeswohl ist, ob er ein „irrer“ Straftäter ist, der sich hinter seinem Nimbus und seinen Netzwerken verschanzt – oder ob es sich tatsächlich so verhält, wie die Justiz es darstellt: ein einmaliger „Ausraster“ ohne jede weitere Relevanz…

Was ich jedoch weiß, ist folgendes:

1. Als Prof. Dr. Nedopil (bei dem Krupinski in die „Schule“ ging) ein mich entlastendes und rehabilitierendes Obergutachten vorlegt, das die groben Fehldiagnosen des Vorgutachters der Staatsanwaltschaft, des Würzburgers Dr. Jörg Groß, der mir u.a. einen „Wahn“ andichtete, bei der Justiz einging, wurde das Verfahren gegen mich wegen vorgeblicher „Störung des öffentlichen Friedens“ durch eine Dienstaufsichtsbeschwerde NICHT eingestellt. Die Staatsanwaltschaft und das OLG BAmberg, 1. Strafsenat erzwangen im Gegenteil einen ZWEITEN rechtswidrigen Haftbefehl und weitere Wochen Freiheitsberaubung/Untersuchungshaft. Auch als der Freispruch des Landgerichts Würzburg vorlag, wurde seitens Staatsanwaltschaft/OLG weiter Amtsmissbrauch begangen und auch noch die Haftentschädigung verweigert.

2. Mir wird als leiblichem Vater seit Jahren im Dunstkreis dieser asozialen CSU-Justiz jeder Kontakt zu meinem leiblichen Kind verweigert. Ein vollstreckbarer Gerichtsbeschluss auf wöchentlichen „Umgang“ wird seit 2012 schlicht nicht durchgesetzt, Anträge nicht bearbeitet. Die nur um sich selbst kreisende Kindsmutter und Volljuristin Kerstin Neubert wird durch asoziale Justizverbrecher befördert und unterstützt: bei Kindesentführung, Kindesentzug und Umgangsboykott. Das OLG Bamberg fabuliert nun von „Kindeswohlgefahr“, weil ich diesen Blog betreibe und weil ich 2012 mein Kind „böse angeschaut“ habe….

Was würden diese Justizverbrecher wohl tun, wenn ich ein fremdes Kind versuchte in ein Auto zu ziehen…..!?

DIESE JUSTIZ (!) ist eine Kindeswohl-Gefahr! Und eine Gefahr für jeden der hier Recht sucht und noch an den Rechtsstaat glaubt. Ein Geklüngel, offenkundig ohne Skrupel und Integrität.

Was interessiert, ist der nächste Karriereschritt, wen muss man dafür decken, welche Sauerei vertuschen….?

Der Anlass für diesen Beitrag:

Heute habe ich mal wieder einen Brief erhalten, der neben dem „üblichen Schicksal“ eines Justizopfers der Region – Kindesentzug, Kriminalisierung, wirtschaftliche Vernichtungsversuche – auf Interessantes hinwies:

„Nach der Einstellung des Ermittlungsverfahrens, wegen Schuldunfähigkeit, wurde der Staatsanwalt nur 14 Tage später zum Vizepräsident des OLG Bamberg ernannt“

In Zukunft sollte sich jeder Vater in der Ausnahmesituation „Trennung von Kind(ern) darauf berufen: vorübergehende seelische Störung.„…

Bei diesem Staatsanwalt handelt es sich um Lothar Schmitt, der 2009 die Freiheitsberaubung im Amt auf Betreiben seines Kumpels Lückemann – heute OLG-Präsident – gegen mich eifrig mit betrieb. Von mir als Zeuge vorgeladen, gab Schmitt in der Hauptverhandlung im Juni 2010 „Erinnerungslücken“ vor und versuchte mich mit einem Sachverhalt aus 2005 zu diskreditieren: Schmitt war damals bei der GeneralstaatsanwaltSchaft Bamberg tätig und ließ eine Strafanzeige gegen den Verfahrenspfleger Rainer Moser verschwinden, der vom Familiengericht aufgetragene Treffen mit meinem Kind nicht durchführte. (Details hier im Blog)

Lothar Schmitt und seine beste Rolle:
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Die FAKTEN im Zusammenhang mit dem Gerichtgutachter Martin Krupinski, Würzburg, auf den in dem Brief angespielt wird, ging Februar 2014 bundesweit durch die Medien: „Gutachter versucht Kind zu entführen“….

Olaf Przybilla von der Süddeutschen Zeitung:

„Gerichtsgutachter in Aschaffenburg – Wenn der Psychiater zum Psychiater muss“

In Aschaffenburg wollte ein deutschlandweit bekannter Gerichtsgutachter ein fremdes Kind in sein Auto zerren. Seitdem ist er krankgeschrieben. Die Justiz steht nun vor der Frage, ob die Strafprozesse, an denen er beteiligt war, wieder aufgerollt werden müssen.

….“Wie gehen Bayerns Justizbehörden nun damit um? Man nehme es sehr erst, wenn an der „persönlichen Eignung eines Sachverständigen Zweifel angemeldet werden“, sagt Lothar Schmitt, Leitender Oberstaatsanwalt in Aschaffenburg. Weshalb der Justizminister mit der Causa längst befasst ist. Winfried Bausback (CSU), selbst aus Aschaffenburg, wurde schon im November, kurz nach dem Vorfall, unterrichtet. Ein Ministeriumssprecher erklärt, alle „ärztlichen Aufsichts- und Standesorganisationen“ seien informiert. Auch habe man „sämtliche Generalstaatsanwaltschaften und Oberlandesgerichtsbezirke im Freistaat abgefragt“, um zu erfahren, in welchen Verfahren der Gutachter seit 2012 tätig war. Aber so schnell geht das offenbar nicht. Ein Ergebnis liegt nicht vor.“…

http://www.sueddeutsche.de/bayern/gerichtsgutachter-in-aschaffenburg-wenn-der-psychiater-zum-psychiater-muss-1.1899413

Im Blog hier:
https://martindeeg.wordpress.com/2014/02/08/wurzburg-gutachter-versucht-kind-zu-entfuhren/

Aufgrund des öffentlichen Drucks muss sich auch der bayerische Justizminister Bausback äußern:

„Ermittlungen gegen Ex-Gerichtsgutachter, der bei Aschaffenburg Kindesentführung versucht haben soll
Aschaffenburg“

Dienstag, 29.04.2014
„Der frühe­re Ge­richts­psy­ch­ia­ter, der bei Aschaf­fen­burg ver­sucht ha­ben soll, ein völ­lig frem­des Kind zu ent­füh­ren, war in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren in 13 Straf­ver­fah­ren vor Ge­rich­ten im Frei­staat als Gu­t­ach­ter be­s­tellt. Das hat am Montag der baye­ri­sche Jus­tiz­mi­nis­ter Win­fried Baus­back (CSU) im Ge­spräch mit un­se­rer Zei­tung er­klärt.

Der Aschaffenburger Politiker hatte nach Bekanntwerden des nach wie vor rätselhaften Falls alle Staatsanwaltschaften und Landgerichte in Bayern um Mitteilung gebeten, in welchen Verfahren der ranghohe Gutachter aus Unterfranken – der derzeit selbst psychiatrisch begutachtet wird – seit 2012 tätig war. Schließlich stellt sich die Frage nach dem Wert von Gutachten über seelisch kranke Straftäter, die ein Gerichtspsychiater verfasst hat, der möglicherweise selbst große Probleme hat: Falls der Mann unzurechnungsfähig war, als er seine Expertisen verfasste, könnten alte Urteile kippen, an denen er in jüngster Zeit als Gutachter beteiligt war.

Bausback: 13 Straf-, 16 Zivilsachen

Der Auskunft von Bausback zufolge geht es demnach um höchstens 13 Fälle, in denen diese theoretische Möglichkeit der Wiederaufnahme eines Strafverfahrens besteht. Die in Frage kommenden 13 Fälle seien alle im Bezirk des Oberlandesgerichts Bamberg abgeschlossen worden, so der Minister weiter.

Ob dabei die Gerichte auch die Unterbringung kranker Straftäter in einer geschlossenen Psychiatrie anordneten, ließ Bausback gestern im Interview mit unserer Zeitung offen, ergänzte aber: Der frühere Gerichtspsychiater sei zudem in 16 Zivilverfahren als Gutachter bestellt worden. Hier sei es häufig um die Begutachtung von Unfallfolgen in Schadensersatzprozessen oder um die Erforderlichkeit von Heilbehandlungen gegangen. »Ein Bereich also, der nicht die Unterbringung betrifft.«….

http://www.main-echo.de/ueberregional/politik/art20492,3035451

….von all dem ist bereits Monate später keine Rede mehr. Schwamm drüber, vielleicht merkt es keiner…? Was wurde aus den 16 Zivilverfahren und 13 Strafverfahren?

Fakt ist heute:

Das Verfahren wegen Verdacht der Kindesentführung wurde sang- und klanglos von Lothar Schmitt eingestellt, Anklage wird nie erhoben, es findet keine Aufklärung in einer öffentlichen Verhandlung statt.

Der Gerichtsgutachter Martin Krupinski ist offenkundig wieder unbehelligt als Gutachter tätig, begutachtet offenbar auch wieder über Kinder und deren Schicksale, in Trennungskonflikten.

Wie ist das möglich?

Erstaunlicherweise findet man einen einzigen Artikel hierüber….

Der Gerichtsgutachter Saß bescheinigt seinem Kollegen Krupinski eine „vorübergehende seelische Störung“, die in zwar für die Kindesentführung „schuldunfähig“ darstellt – aber ansonsten weder seine vergangene noch seine zukünftige Arbeit als Gerichtsgutachter oder Psychiater irgendwie tangiert.

Lothar Schmitt, der das Verfahren als Staatsanwalt in Aschaffenburg begräbt, wird kurz darauf zum Vizepräsidenten des OLG Bamberg ernannt.

Wenn etwas schiefläuft in der Justiz Franken, dann findet man flugs einen „Gutachter“, der die Sache bereinigt….offenbar läuft das immer so!

Es ist von „mehrfacher“ psychiatrischer Begutachtung die Rede….was heißt das? Wurde ähnlich wie in meinem Fall so lange „begutachtet“, bis endlich das Gewünschte herauskam? Oder heißt das nur, dass Saß sich evtl. zweimal mit Krupinski traf…?

Hier der Artikel des Lokalblattes dazu:

„Versuchte Kindesentführung: »Vorübergehende seelische Störung«
Verfahren gegen früheren Gerichtspsychiater eingestellt

Aschaffenburg
Samstag, 13.09.2014
Der frühe­re Ge­richts­psy­ch­ia­ter, ge­gen den seit Mo­na­ten we­gen ei­nes bi­zar­ren Ent­füh­rungs­ver­suchs bei Aschaf­fen­burg er­mit­telt wur­de, kommt nicht vor Ge­richt: Die Staats­an­walt­schaft hat am Frei­tag mit­ge­teilt, das Ver­fah­ren ge­gen den in Fach­k­rei­sen bun­des­weit be­kann­ten Uni­ver­si­tät­s­pro­fes­sor aus Un­ter­fran­ken ein­ge­s­tellt zu ha­ben. Es sei da­von aus­zu­ge­hen, dass er zum Zeit­punkt des Vor­falls schuld­un­fähig ge­we­sen ist.

Die Entscheidung stützt sich auf ein Gutachten über den ranghohen forensischen Psychiater, der selbst jahrelang Expertisen über seelisch kranke Täter auch für die Landgerichte Aschaffenburg und Würzburg verfasste. Man sei, so Lothar Schmitt, Chef der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft, zu dem Schluss gekommen: Der Psychiater konnte wegen einer »wieder abgeklungenen, krankhaften seelischen Störung« das Unrecht seines Verhaltens im November nicht einsehen.

Fall nebulös, Dimension politisch

Damals hatte der Mann in einem Aschaffenburger Vorort einem wildfremden Zwölfjährigen erklärt, ihn »retten« zu wollen – und versucht, ihn gegen seinen Willen zum Einsteigen in sein Auto zu bewegen. Ein Nachbar, die Großeltern des Jungen und die Polizei hatten einschreiten müssen. »Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht«, sagte der leitende Oberstaatsanwalt am Freitag – ohne näher auf die politische Dimension des lange nebulösen Falls einzugehen, den ein Exklusivbericht unserer Zeitung öffentlich gemacht und der danach bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Schließlich war der gut 50 Jahre alte Psychiater, dem Hausfriedensbruch und versuchte Entziehung Minderjähriger vorgeworfen wurde, jahrelang maßgeblich beteiligt gewesen am Zustandekommen von Urteilen über psychisch kranke oder gefährliche Straftäter – die zum Teil für viele Jahre in geschlossenen Psychiatrien untergebracht wurden.“….

Psychologische Expertisen waren zentral im Verfahren gegen Gustl Mollath, der nach einem fehlerhaften Gerichtsbeschluss jahrelang weggesperrt war und im Sommer 2013 freigelassen werden musste. Der Mollath-Skandal führte die bayerische Justiz in eine Vertrauenskrise; der Aschaffenburger Entführungsfall war geeignet, diese zu verschärfen. Minister Winfried Bausback (CSU), selbst aus Aschaffenburg, wurde früh informiert über die Ermittlungen. Wohl vor diesem Hintergrund nahm sich die Staatsanwaltschaft ungewöhnlich viel Zeit für ihre Entscheidung, ließ den Beschuldigten offenbar mehrfach psychiatrisch begutachten.

Henning Saß ist bestens bekannt und beleumundet bei der örtlichen und bayerischen Justiz – natürlich! Vor soviel Sachkunde kapituliert denn auch die Familie des Opfers…..

etraut mit dieser Aufgabe war einer der renommiertesten deutschen Gerichtspsychiater: Hennig Saß, emeritierter Professor der Uni Aachen. Er begutachtete den Täter im Mordfall Mooshammer, Beate Zschäpe im Münchener NSU-Prozess sowie zuletzt den Lastwagenfahrer im Würzburger Autobahnschützen-Verfahren. Saß geht laut Staatsanwaltschaft von einer »kurzen Krankheitsperiode infolge andauernder beruflicher Belastung« des einst angesehenen Psychiaters aus, der derzeit offenbar beurlaubt ist.

Familie akzeptiert Entscheidung

Oberstaatsanwalt Schmitt sieht keinen Anlass, alte Gerichtsverfahren in Frage zu stellen, in denen der Mann Gutachter war: Laut Saß’ Expertise beschränke sich das Fehlverhalten des Psychiaters »auf diese eine Episode«. Von ihm gehe auch keine Gefahr aus.
Der Anwalt der Familie des Kindes, Jens Goymann (Haibach) erklärte am Freitag, seine Mandanten akzeptierten die Verfahrenseinstellung. »Wir haben nicht den Eindruck, dass sie sich auf ein Gefälligkeitsgutachten stützt.« Der Junge sei froh, nun zur Ruhe zu kommen – habe den Vorfall aber noch nicht ganz verarbeitet. >

http://www.main-echo.de/regional/stadt-kreis-aschaffenburg/art11846,3216679

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11 Gedanken zu „Verdacht struktureller Korruption bei der Justiz Würzburg/Bamberg: Kindesentführung durch Gerichtsgutachter wird eingestellt, Staatsanwalt Lothar Schmitt wird Vizepräsident des OLG.

  1. ….“Das war der Angeklagte: Er war Spitzel, sogenannter V-Mann im Dienst des LKA, um die Rockergruppe „Bandidos“ auszuspionieren. Und hat dabei fürstlich verdient, ein Mehrfaches von dem, was er zuvor als Lkw-Fahrer bekam. 15 Euro pro Stunde gab’s, wenn er Bandido-Bosse durchs Land chauffierte. In einem angemessenen Mercedes, geleast vom LKA. Mit einer Tankkarte, gestellt ebenfalls vom LKA. Auch ein Motorrad wurde ihm spendiert, so was muss offenbar haben, wer als echter Bandido durchgehen will.

    Aufs Doppelte, 30 Euro, stieg der Lohn, wenn sich der V-Mann mit Bandidos zu Aktivitäten traf. Nur ins Ausland, da habe der V-Mann auf eigene Verantwortung fahren müssen, sagt sein früherer „V-Mann-Führer“. Führer heißen beim LKA Leute, die Spitzel unter ihren Fittichen haben.“….

    ….“Der Zeuge gerät in den drei Stunden ziemlich in die Bredouille. Die Anwälte des V-Manns, die ihn schon beim ersten Prozess verteidigt haben, können überzeugend darlegen, dass der LKA-Mann in der ersten Verhandlung in Würzburg einen irreführenden Eindruck erweckt habe. Er habe suggeriert, der Angeklagte habe mit Drogen-Aufklärung nie was zu tun gehabt, jedenfalls nicht in seiner Funktion als LKA-Hilfssheriff. „Es wurde der Eindruck erweckt, unser Mandant sei paranoid„, schimpft einer der Anwälte.

    In Wahrheit habe der V-Mann die Ermittler sogar mal über einen Drogendeal zweier anderer Ganoven informiert, sie wurden später verhaftet. Das ist der erste Moment, in dem sich der Richter etwas in die Karten schauen lässt. „Stimmt“, sagt er, „das mit den Drogen klingt heute hier völlig anders.“

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/v-mann-prozess-in-wuerzburg-einblicke-ins-spitzelwesen-1.2900846

  2. Inhaltlich passt dieser Post perfekt zum Blogthema Missbrauch des Paragraphen 63. Die Willkür, die in der Justiz herrscht, wird daran überdeutlich. Ähnliches haben Sie, und das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen damit, über das Gewalt-Schutz-Gesetz geschrieben.
    Vor einer Weile habe ich hier im Blog meine Super-Theorie zur Urteilsfindung bei deutschen Gerichten beschrieben ( keiner hat mir bislang einen Dr. Titel dafür verliehen, aber das bedürfte wohl eines längeren Textes).
    Ich sehe sie auch in diesem Fall bestätigt.
    Beim Lesen des Blogtextes drängte sich mir jedoch vielmehr auf, wie sehr der 63er (und/oder 64er) tatsächlich missbraucht werden. Im beschriebenen Fall, um den Ruf eines Gerichtsgutachters zu schützen und ja nicht zugeben zu müssen, einen etwas durchgedrehten, das Grundgesetz und die rechtlichen Voraussetzungen einer In-Obhut-Nahme missachtenden Psychiater als Gutachter zu bestellen.
    Sie selbst liefern noch andere Beispiele.
    Ich habe mich intensiv mit Psychologie und etwas weniger intensiv mit Strafrecht beschäftigt, formal nur ein Semester lang, und da ging es eher um StPO und Vollzug als darum, was vorher geschieht. 2013 bin ich zuerst Kontakt mit den Paragraphen 63 und 64 gekommen, sie waren Gegenstand der Verhandlung um den sg. Obdachlosen-Mord in Bad Hersfeld. Mittlerweile weiß ich, dass es z. B. in den USA eine solche Rechtsnorm nicht gibt. Ich persönlich halte psychiatrische Zwangsbehandlung für reinste Geld- und Ressourcen-Verschwendung.
    Alleine die Terminologie, die gesamte Ausdrucksweise die in obigen Zitaten verwendet wird, macht deutlich, wie sehr diese Gesetze zur Dämonisierung psychisch Kranker beitragen, wie psychiatrische Begutachtung nicht als medizinische Leistung gesehen, sondern zur Aburteilung eines Menschen verwendet wird. So, wie ich diese Gesetze interpretiert habe, ist bereits dies Missbrauch.
    Was Betroffenen dann teilweise durch die Urteile zugefügt wird ( natürlich kommen manche damit auch mit schweren Straftaten sehr glimpflich davon) steht nochmal auf einem anderen Blatt, von den Kosten ganz zu schweigen.
    Dieser Teil des Strafgesetzbuchs gehört in meinen Augen gestrichen. Für psychische Ausnahme-Situationen bietet es durchaus andere Möglichkeiten, und psychisch kranken Straftätern, die Behandlung wünschen, kann man diese, auch im Vollzug, auch ohne richterliche Anordnung zukommen lassen. Zudem sind psychische Erkrankungen insgesamt nicht so dramatisch, dass Menschen darüber jeglichen Kontakt zur Gesellschaft und ihren Normen verlören. Auch Schizophrene, Süchtige, Depressive, Autisten, Demente etc. wissen für gewöhnlich noch um die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens. Dass man andere nicht verletzt oder tötet, nicht entführt oder beraubt usw.
    Warum die deutsche Justiz so sehr an diesem Paragraphen hängt, kann ich mir logisch nicht erklären. Nur damit, dass man ihn je nach Wunsch prima missbrauchen kann. Und gleichzeitig psychische Erkrankungen in eine kriminelle, dunkle Ecke stellt, tabuisiert, so, dass Betroffene die von sich aus Hilfe wünschten, diese aufgrund der zu befürchtenden Stigmatisierung gar nicht erst in Anspruch nehmen.

    • ….“Zudem sind psychische Erkrankungen insgesamt nicht so dramatisch, dass Menschen darüber jeglichen Kontakt zur Gesellschaft und ihren Normen verlören. Auch Schizophrene, Süchtige, Depressive, Autisten, Demente etc. wissen für gewöhnlich noch um die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens. Dass man andere nicht verletzt oder tötet, nicht entführt oder beraubt usw.
      Warum die deutsche Justiz so sehr an diesem Paragraphen hängt, kann ich mir logisch nicht erklären.“…

      Psychische Erkrankungen werden – wie u.a. der Fall Mollath öffentlich machte, auch das was die Staatsanwaltschaft Würzburg/Dr. Groß, mit mir versuchte, fällt darunter – oft auch zielgerichtet fälschlich behauptet, um Menschen zu stigmatisieren und repressiv in der Forensik zu versenken. Die Justiz missbraucht die Psychiatrie, § 63 StGB, Gutachter Leben gut davon…

      Es gibt allerdings auch die anderen Fälle, bei denen eben tatsächlich eine Gefahr für eine Allgemeinheit besteht, wenn Betroffene mit Schizophrenieerkrankung bspw. akut unter Streß geraten, Medikamente nicht erhalten.

      Wir hatten hier schon einmal diskutiert, einige Zeit her:

      https://martindeeg.wordpress.com/2014/08/16/rechtsverweigerung-und-vertuschung-von-justizverbrechen-weiter-auflaufenlassen-im-pkh-verfahren/#comment-1313

  3. »Ich bin doch der Professor! Das Kind muss mit!«

    Viel Text über den Fall aber nirgendwo eine einzige Zeile, was der Motivgrund für die «Verwechslung» war. Obiger Satz ist erklärungsbedürftig !!! Wieso, warum und überhaupt muss – und wenn, welches Kind mit – wenn es das falsche Kind war?

    Kann sich da einer einen Reim machen ???

    • Das ist ja das Problem, hier ist nichts aufgeklärt!

      Die „vorübergehende seelische Störung“, die Saß festgestellt haben will, erklärt nichts.

      Mit dem Jungen hatte das offenbar nichts zu tun sondern durchweg mit der Psyche „des Professors“, der nun wieder als Gerichtsgutachter tätig ist…..

      • Die “vorübergehende seelische Störung” … mit dem Jungen hatte das offenbar nichts zu tun.

        Na doch. Denn eine seelische Störung (zu diagnostizieren) braucht Anknüpfungstatsachen, was sich dieser Psychiater eingebildet hat. Ansonsten wäre es ein unwissenschaftliches Gutachten. Eine seelische Störung ist auch kein Diagnose.

        Nach langen Verhandlungen mit der Polizei beruhigt sich der Arzt, spricht von einem »Missverständnis.» AHA. Missverständnis, das falsche Kind zu klauen? Welches wäre denn das Richtige gewesen?

        «Ich bin doch der Professor! Das Kind muss mit!« Na sowas: «GRANDIOSITÄT und ABWERTUNG!» Ich bin studiert… Ihr habt gefälligst die Klappe zu halten 🙂

        Dann noch Straftäter: «versuchte Entführung», was nicht unter…. @ Thorsten … wieviel Jahren Zuchthaus bestraft wird? Bereits der Versuch ist strafbar. Bei geistiger Verwirrung § 63 droht!

        Verfahren juristisch eingestellt! Weil er ist Professor … da haben nicht einmal Richter über ihn zu bestimmen. Hätte ja noch gefehlt, dass er auf der Polizeistation dieselbe Nummer bringt: «Ich bin der Professor. Ihr Polizisten müsst sofort ab in die Klapse!»

        Polizist: «Lieber Herr Krupinski. Sie verwechseln da anscheinend etwas!» Krupinski ist übrigens Affektexperte. Habe mir mal seine Bio-graphie angekuckt. Vielleicht später mehr dazu. Neueroexperte ist er angeblich auch noch. Auuuweiaaa !!!

      • Fall Krupinski läuft unter: «Strafvereitelung in Amt!»

        Oberstaatsanwalt Schmitt sieht keinen Anlass, alte Gerichtsverfahren in Frage zu stellen …

        Wieder mal auf Nebenschauplätzen aktiv.

    • Rechtlich betrachtet hätte jedenfalls nur das Jugendamt, im Bedarfsfall mithilfe der Polizei, das Recht dazu, ein Kind von seinen Eltern oder von ihnen benannten Sorgeberechtigten weg und in Obhut zu nehmen.
      Ein Psychiater, der Gutachten auch in familienrechtlichen Angelegenheiten anfertigt, muss das wissen.
      Eine ziemlich irre Story.

  4. „Ich weiß nicht, ob Herr Krupinski eine Gefahr für das Kindeswohl ist…“

    Ich würde eher meinen der Kerl ist eine Gefahr für die Allgemeinheit, aufgrund dieser Tatsache: „Der frühe­re Ge­richts­psy­ch­ia­ter, der bei Aschaf­fen­burg ver­sucht ha­ben soll, ein VÖLLIG FREMDES Kind zu ent­füh­ren“

    Das liest sich nicht wie eine „vorübergehende seelische Störung“. Was für Gründe gibt es ein völlig fremdes Kind zu entführen?

    „Der Gerichtsgutachter Saß bescheinigt seinem Kollegen Krupinski eine “vorübergehende seelische Störung”, die in zwar für die Kindesentführung “schuldunfähig” darstellt – aber ansonsten weder seine vergangene noch seine zukünftige Arbeit als Gerichtsgutachter oder Psychiater irgendwie tangiert.“

    Sicherlich, entweder hat er einen Sprung in der Schüssel oder er hat keinen. Und wo wären leibliche Eltern der Diagnose Schuldunfähigkeit gelandet? Dass der seinen Beruf weiter ausüben darf ist ein Skandal.

    Zitat Main Echo:

    „Damals hatte der Mann in einem Aschaffenburger Vorort einem wildfremden Zwölfjährigen erklärt, ihn »retten« zu wollen – und versucht, ihn gegen seinen Willen zum Einsteigen in sein Auto zu bewegen…..

    Der Psychiater konnte wegen einer »wieder abgeklungenen, krankhaften seelischen Störung« das Unrecht seines Verhaltens im November nicht einsehen.“

    Das erfüllt wohl eher die Kriterien einer wahnhaften Störung. Unvereinbarkeit mit der objektiv nachprüfbaren Realität, fehlende Einsichtsfähigkeit.

    Ein Geklüngel, offenkundig ohne Skrupel und Integrität, aber nicht nur in Bayern. Ich sag nur Flachwichser Dr. med. Michael Hintersdorf (die Beleidigung lass diesmal ruhig stehen) und Staatsanwaltschaft Paderborn.

    • Es kann ja sein, dass Krupinski ein verdienstvoller Mensch ist, dessen Ziel darin besteht, Menschen zu helfen – und diese versuchte Kindesentführung irgendeinem akuten Blackout geschuldet ist…..

      http://www.ndr.de/nachrichten/Ein-Hilfeschrei-ueber-das-Kind-ausgedrueckt,krupinski100.html

      Was allerdings NICHT mehr hinnehmbar ist und zwar in keiner Weise, ist die unterschiedliche Vorgehensweise gegen Menschen durch diese absolut widerwärtige Justiz!

      Die einen werden umhegt und vor jeglichen negativen Folgen bewahrt – Fehlgutachten? Egal! Kindesentführung? Schwamm drüber! – gegenüber der Öffentlichkeit wird vertuscht, bis es sich nicht mehr leugnen lässt: der Fall hier war im November 2013 bekannt, eingeräumt wurde er im Februar 2014 infolge Berichterstattung im Mainecho.

      Als ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichte, erschien drei Tage nach der rechtswidrigen Verhaftung ohne Straftat ein Artikel „Ex-Polizist drohte mit Amoklauf“ in der Hauspostille Mainpost – der verantwortliche Pressesprecher der Staatsanwaltschaft von damals ist heute auch Vorsitzender Richter, Erik Ohlenschlager.

      Hier gehört endlich ein UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS her!

      • Auch beim NSU Prozess sucht(e) man ja, mit einem psychiatrischen Gutachten zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Ob dieses mittlerweile vorliegt, und zu welchem Ergebnis es kommt, weiß ich leider nicht.
        Ein Untersuchungsausschuss halte ich aber in diesem Bereich für bei Weitem nicht ausreichend, denn das von Ihnen hier aufgegriffene Problem tritt deutschlandweit auf, und Sie zeigen es lediglich am lokalen Beispiel auf.
        Wissenschaftliche Studien, Forschungsprojekte, Bürgerdialoge und öffentliche Diskurse halte ich für vernünftiger.
        Was ich persönlich sehr schade finde, ist, dass seit seiner Freilassung Gustl Mollath und sein Unterstützer-Kreis zwar Bücher zum Thema veröffentlicht, aber ansonsten von der öffentlichen Bühne verschwunden sind. Mit ihnen leider auch die Diskussion um den Unzurechnungsfähigkeits-Paragraphen.
        Die gehört, auch angesichts explodierender Kosten im Bereich Krankenbehandlung, jedoch dringend auf den Tisch.
        Doch leider geben Regierung und Wirtschaft lieber Millionen für Sex-Studien aus, als sich mit tatsächlichen gesellschaftlichen Problemlagen auseinander zu setzen. Daran kann leider auch ich nichts ändern. Oder doch?!

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