Teil 2: Trennung als Mordmotiv (Intimizid) / Trennung als Traumatisierung von Kindern

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Wieviele Fortbildungen haben all die moralisch sich auf ein Podest stellenden Freizeit-„Richter“ und hauptberuflichen Empörlinge in den letzten Jahren besucht?

Wieviele Fachbücher gelesen: zur Bindungsforschung, zur Kriminologie, zur Psychoanalyse oder zur Tötung im Paarkonflikt?

2005/2006 habe ich eine Ausbildung zum Familienmediator (BAFM) gemacht und mit Zertifikat abgeschlossen. Ich konnte damals nicht glauben, dass das, was hier in Würzburg abläuft, im 21. Jahrhundert der Stand des Vorgehens ist. Doch, und der hat sich auch 10 Jahre später nicht verbessert.

2008 habe ich ein Fernstudium betrieben, am Institut für „Konflikt und Frieden“, Fernuni Hagen. Es ist auch völlig egal, ob es sich um das Versagen beim Genozid in Ruanda handelt oder um das Versagen beim Paarkonflikt vor Gericht: die Muster und die eskalative Dummheit sind die selben (nur sind die UN nicht auch noch dummstolz auf ihr Versagen, so wie Provinzstaatsanwälte).

2008 stieß ich bei meinen umfangreichen Lektüren unter anderem auf Prof. Marneros und dessen Wortschöpfung „Intimizid, was er in „Fachbüchern“ vermarktet. (Ich habe ihn auch 2008 – wie viele andere – mit meinem „Fall“ angeschrieben. Es kam nie eine Antwort, anders als bspw. von Prof. Horst Petri, dem Autor von „Drama der Vaterentbehrung“…).

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http://andreas-marneros.de

„A. Marneros:
INITIMIZID – Die Tötung des Intimpartners
Ursachen, Tatsituationen und forensische Beurteilung
Schattauer Verlag, Stuttgar-New York 2008. 348 S., € 69,00.
ISBN 978-3-7945-2414-3“

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http://www.dgppn.de/fileadmin/user_upload/_medien/download/pdf/SummerSchools/Marneros_Intimizid.pdf

Bei Marneros focussiert alles auf den „Täter“, der wird seziert und auseinandergenommen. Nach Tötungsdelikten wird einzig danach „geforscht“: wie kam es dazu, was hat den Täter bewegt?

Welches Verhalten von Institutionen und Gerichten diese Taten verschuldet, welche Muster der Ausgrenzung und Maladisierung von Männern/Frauen solche Taten verursacht und wahrscheinlicher macht, und insbesondere, was solche Taten verhindern hätte können, das interessiert die Professionen hier genausowenig wie dumpfe Provinzjournalistem oder karriereorientierte Justizemporkömmlinge, die glauben, einen Freibrief zur Repression auch von Unschuldigen zu haben – man muss den Amtsmissbrauch nur als „Gefahrenabwehr“ etikettieren…..SO werden viele TÄTER erst geschaffen.

MARNEROS zum Thema, ganz poetisch:

„Entweder Du bleibst bei mir oder ich bring Dich um!“. Das ist die ausdrückliche oder unausgesprochene Drohung, die entweder „befolgt“ wird oder zur Tötung des Intimpartners führen kann. Eine schaurige Konstellation. Denn wie es im Vorwort des informativen Fachbuchs von Professor Dr. Andreas Marneros formuliert wird: Zwei Menschen lieben sich, empfinden Zuneigung füreinander und entscheiden sich für eine gemeinsame Lebensperspektive. Oder sie mögen sich einfach und beschließen, gemeinsam schöne Dinge zu erleben. Und dann, irgendwann, nach vielen Jahren oder auch – in seltenen Fällen – kurz nach der Begegnung, tötet der eine den anderen. Er begeht das schlimmste aller Verbrechen: die Vernichtung menschlichen Lebens. Aber nicht irgendeines Lebens, sondern das Leben des Intimpartners. Welche Abgründe erstrecken sich zwischen der Schönheit der ersten Begegnung und dem apokalyptischen Moment, in dem das Böse den Vorhang der gemeinsamen Bühne schließt.

Erhellend ist dieses Eingeständnis: die, die das lesen sollten, verdrängen lieber:

…“Dieses Buch ist nicht jedermanns Sache, man kann es sich denken. Auch nicht jeder Facharzt will es lesen (müssen). Denn es beschäftigt sich notgedrungen mit einem Thema, das nach Befriedigung einer kurzer (Sensations-)Überraschung niemand weiter verfolgen will. Und doch müssen sich gar nicht so wenige Berufsgruppen damit befassen, und zwar so exakt und auf dem neusten wissenschaftlichen Erkenntnisstand wie möglich. Einer muss auch ihre Arbeit machen. Und dass dies nach den neuesten Erkenntnissen geschieht, dazu verhilft dieses lobenswerte Fachbuch mit einem neuen Fach-Begriff, der sich – so der Wunsch aller – zwar fachlich einbürgern, aber dann so selten wie möglich ereignen möge. Das Fachbuch jedenfalls ist eine wertvolle Orientierungshilfe auf der Basis langjähriger Erfahrungen und – wie erwähnt – in beispielhafter Lehrbuch-Ausführung (VF).“

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/bb/BB_(Intimizid).html

Sehr informativ auch dieser Artikel einer Lokalzeitung vom Juni 2013:

„Warum Menschen töten, was sie begehren
„Die Zeit nach der Trennung ist die gefährlichste Zeit im Leben einer Frau“ – diese aus der forensischen Psychiatrie bekannte Gefährdungseinschätzung hat nach Meinung von Forschern nichts an Aktualität eingebüßt. Meist sind es Männer, die ihren Intimpartner töten. Mord aus Liebe? Totschlag im Affekt? Der Psychiater Andreas Marneros bezeichnet diese Taten als Intimizide.“….

Und wieder: der „Täter“ wird „labilisiert“ – ja, wodurch denn!? Durch Institutionen, durch Ausgrenzung, durch klischeehafte Kriminalisierung a’la Marneros und durch KINDESENTZUG! Der wird bei diesen fabelhaften Psychologie-Modellen (siehe auch Schaubilder oben) komplett ausgeblendet. Mann ist Mann:

…“Narzisstische Kränkung ein zweistufiger Prozess
Eine solche narzisstische Kränkung sei ein zweistufiger Prozess. „In der ersten Phase haben wir die langfristige Kränkung, die einige Tage, Wochen, Monate oder auch Jahre dauern kann. Es ist die Vorbereitung für den Intimizid. In einer solchen akuten und finalen Situation bringe eine Provokationssituation, also eine Beleidigungssituation, eine weitere Kränkung mit sich. Es ist möglich, dass diese als Auslöser wirkt. Aber von größerer Bedeutung ist natürlich die langfristige Kränkung“, erklärt der Wissenschaftler – und fügt hinzu: „Es finden Prozesse statt, die die Persönlichkeit des Täters labilisieren.“….

http://t.sn-online.de/Schaumburg/Landkreis/Themen/Thema-des-Tages/Warum-Menschen-toeten-was-sie-begehren
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-87997167.html

Hier liegt in diesem „Fall“ – wie in Teil 1 dieses Beitrags aufzuzeigen versucht – ein völlig anderes „Muster“ vor! Eine dominante, psychisch gewalttätige Frau missbraucht die Justiz nach dem hier vorherrschenden „Klischeekatalog“:

https://martindeeg.wordpress.com/2015/09/10/teil-1-trennung-als-mordmotiv-intimizid-trennung-fuehrt-zur-traumatisierung-von-kindern/#comments

Es ist jedoch völlig gleichgültig: es wird offenkundig mit unfassbarer DUMMHEIT durch die gesamten Institutitonen, durch Hetzpresse gegen Männer solange der Konflikt angeheizt oder – nach Marneros – der Täter „labilisiert“, ausgegrenzt und gedemütigt, bis er endlich ins Schema dieser asozialen Familienrechtsjustiz passt.

Ich rede hier von meinem „Fall“. Auch ich habe nur begrenzt Verständnis, wenn übermotivierte Jünglinge Frauen nachstellen, mit denen sie nie etwas hatten und die sie nach ein paar Wochen „Affäre“ als Eigentum betrachten.

Nein, es geht um das borderlinehafte Springen zwischen „Familienbildung mit Kind“ und völliger plötzlicher Entwertung des Partners, wie sie Frau Neubert kurz nach Geburt unseres gemeinsamen Wunschkindes hier fabriziert hat!

Nach den Masstäben oben und der „Charakterisierung“ der Provinz-„Sachverständigen“ bei Justiz und Mainpost hätte ich schon 2004 ein Tötungsdelikt begehen müssen.

Stattdessen werde ich auch 2015 noch wegen vorgeblicher „Beleidigung“ vor Gericht und in dem Schmierblatt gedemütigt – während gleichzeitig ungehindert mein Kind weiter entfremdet wird!

Die Frage ist wohl berechtigt, ob die Verantwortlichen hier jeden Bezug zur Realität verloren haben!

Zwischen 2010 und 2012 gelang der Bindungsaufbau zum Kind!

Die Anwältin, die mich wegen vorgestern wieder wegen Beleidigung vor Gericht zerrte, hat diesen Bindungsaufbau wieder zerstört.

Ein anderer Bericht im Zusammenhang. Der „Fall Deeg“ ist kein Einzelfall! Es gab auch den „Fall Mollath“ – zum Glück für ihn ohne Kind!

Abgestempelt: Was können wir aus dem Fall Gustl Mollath lernen?
Stephan Schleim 20.08.2014

Ein kritischer Blick auf die Psychologie der Institutionen
Gustl Mollath saß sieben Jahre lang zu Unrecht in der Zwangspsychiatrie. Ist eine institutionelle Entscheidung erst einmal getroffen und in Kraft getreten, dann lässt sie sich nur schwer korrigieren. Dabei ist die Neigung, Menschen auf eine bestimmte Weise abzustempeln, nur allzu menschlich und betrifft uns alle. Unter Bedingungen der ökonomischen Rationalisierung werden Fehler wahrscheinlicher, deren psychischen Kosten das betroffene Individuum tragen muss. Auch diese Folgen betreffen uns alle.“….

….“Vielleicht war es nur ein einziger Fehler, der eine Institution auf uns aufmerksam gemacht hat – aber rechtfertigt es das, einen Lebenslauf völlig umzuschreiben? Ich denke, dass hiermit eine Verpflichtung einhergeht, das humane Element nicht aus Psychologie, Psychiatrie und Rechtswesen auszuschließen – errare humanum est, irren ist menschlich; aber, um mit Seneca fortzufahren, auf einem Irrtum zu bestehen ist teuflisch!”….

Der „Fehler“, der die Institution hier in meinem Fall „aufmerksam“ machte, war eine von Frau Neubert dominant herbeigeführte, mit falscher Eidesstattlicher Versicherung mal eben beantragte, abgezeichnete und verschickte Verfügung – die führte mich bis in die Forensik. Und die Würzburger Täter sind unbehelligt weiter im Amt.

….”Entscheidungen schwer revidierbar
Was lernen wir daraus? Wenn eine Entscheidung erst einmal offiziell geworden ist, wenn die Stempeltinte erst einmal tief ins Papier eingesickert und getrocknet ist, dann sind die institutionellen Widerstände groß. Schließlich geht damit, einen offiziellen Fehler einzuräumen, einen Fehler selbst erfahrener Experten, ein Gesichtsverlust einher. Die damit verbundenen, mitunter psychisch vernichtenden Folgen werden dem Einzelnen aufgebürdet.

….”In einem Interview auf Telepolis erklärte gerade der Justizaussteiger David Jungbluth, ehemaliger Staatsanwalt und Richter im Saarland, dass die Justiz ihren Aufgaben aufgrund realitätsferner Berechnungsmaßnahmen und Mittelkürzungen immer schlechter Nachkommen kann (Teil 1: “Es geht letztlich nur darum, die Akte so schnell wie möglich vom Tisch zu haben”, Teil 2). Von Gutachten ließen sich deshalb manchmal nur noch die Zusammenfassungen lesen.”…..

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42544/1.html

Ist das alles „lästig“ für die Justiz? Dann sollte man endlich einmal das eigene Vorgehen und die eigene Haltung reflektieren und umstellen!

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4 Gedanken zu „Teil 2: Trennung als Mordmotiv (Intimizid) / Trennung als Traumatisierung von Kindern

    • Ansonsten:

      Solange der Partner stabil genug ist alle ungereimten Widersprüchlichkeiten ohne erkennbaren Schaden wegzustecken ist dies zwar beruhigend, wertet aber auch indirekt die Betroffene ab. Denn gleichzeitig erbringt ein Partner damit den Beweis, das die Probleme nicht von ihm ausgehen, sondern auf die der Betroffenen zurückzuführen sind.

      Dies wiederum projeziert die “ Schuld“ auf sie selbst zurück, was sie natürlich überhaupt nicht ertragen kann. Aber mit der Destabilisierung des Gegenübers kann der „Beweis“ erbracht werden, selber durchaus relativ „sozial kompetent“ zu sein. Also versucht sie unbewußt alles um den Beweis zu erbringen, daß die Kräfte des Gegenübers endlich sind. Früher oder später wird jeder Mensch der sich auf einen therapie-unwilligen und nicht reflektierenden Betroffenen eingelassen hat mit zerrütteten Nerven dastehen.

      Es ist durchaus nicht unüblich, dass Partner vom Betroffenen in dieser Phase in Therapie geschickt werden (von Dr. Gross nach Lohr, als Mithelfer) und erst dort stellt sich dann heraus, wo das tatsächliche Problem zu suchen ist.

  1. Habe gerade eine E-Mail zum ersten Beitrag erhalten:

    Ich schrieb:

    …“Sie ist nicht die Schuld der “Eltern” – weder meiner Person als diskriminiertem Vater ohne Sorgerecht und auch nicht die Schuld der Kerstin Neubert“

    Antwort:

    „DOCH!!! Das ist die Hauptverantwortliche Person. Sie hat diese Lawine gegen dich losgetreten! Die Justizverbrechen sind Beiwerk.“

    Nun ja…..erschien gerade in der SZ, es geht auch um „Rollenerwartungen“ und Druck von außen:

    Beruf und Familie – Zerrissen zwischen Job und Kind

    „Familienpolitik heißt in Deutschland oft noch immer, dass sich die Frau ums Kind kümmert. Dabei will eine wachsende Zahl von Eltern ganz anders leben.

    Kommentar von Alexander Hagelüken
    Manuela Schwesig hört in diesen Tagen Glückwünsche und Einwände, die einmal nichts mit ihrer Politik zu tun haben. Sie erwartet im März ein zweites Kind. Die Glückwünsche sind üblich, die Einwände typisch: Sie drehen sich darum, ob Schwesig das überhaupt alles schaffen kann als Familienministerin. Schwesig antwortet darauf, warum männliche Politikerkollegen und Väter das eigentlich nie gefragt würden. Sie legt damit offen, wie in Deutschland immer noch über arbeitende Eltern diskutiert wird. Kinder sind irgendwie Sache der Frau.

    Eine zunehmende Zahl von Deutschen möchte das anders lösen. Möchte Vätern und Müttern berufliche Entfaltung ermöglichen – und zugleich den Kindern präsente Eltern bieten statt einer Vollzeitmama und einem Wochenendpapa. Doch mit diesem Wunsch stoßen die Eltern häufig auf Erwartungen von Gesellschaft und Firma, die ganz anders lauten: Wer arbeitet, soll dies bitte schön 45 Stunden plus die Woche tun. Oder sich gleich mit einem kleinen Teilzeitjob begnügen, der den Verzicht auf jede Art Karriere (und finanzielle Selbständigkeit) bedeutet. So werden Rollenbilder zementiert. Berufstätige Eltern, die das verhindern wollen, wählen eine anstrengende Alternative. Sie versuchen, zwei Vollzeitjobs per knapp bemessener, teurer Fremdbetreuung mit ihren Kindern zu vereinbaren. Und fühlen sich dabei manchmal in zwei Hälften zerrissen.“….

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kommentar-in-zwei-haelften-zerrissen-1.2640249

    • Das abgründigste und sinnfreiste „Modell“ ist wohl auch für eine Frau das hier praktizierte und eben „institutionell geförderte“:

      Den verfügbaren Kindsvater kurz nach Geburt affektiv entsorgen, um „alleine“ Karriere zu machen und „nebenbei“ das Kind zu versorgen….

      Modell „Feministischer Blödsinn“…

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