Würzburger Richter: „….habe einen Fehler gemacht.“

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Neues von der Possenjustiz (da hinter Paywall, hier Volltext):

Immerhin räumt der Richter hier seinen Fehler ein….ein absolutes Novum bei der Fassadenjustiz in Würzburg.

WÜRZBURG

Gewalttat bleibt wegen Formfehlers ungesühnt

Auseinandersetzung im Gefängnis – Gericht: Niemand kann zwei Mal für dieselbe Tat verurteilt werden
Obwohl das Jugendschöffengericht überzeugt ist von der Schuld der beiden Angeklagten, stellt es das Verfahren wegen räuberischer Erpressung gegen die 21 und 22 Jahre alten Männer ein. Der Grund: Sie standen wegen derselben Tat schon einmal vor Gericht. Damals sprach der Richter sie frei, weil in der Anklage ein falsches Tatdatum angegeben war.

Die Angeklagten bringen etliche Vorstrafen mit. Sie können vor Kraft kaum laufen und sie verziehen keine Miene. Der eine trägt ein enges Sweatshirt, damit sein trainierter Oberkörper nicht übersehen wird, der andere T-Shirt und Jacke einer Marke, die auch viele Neonazis schätzen. Männer wie die beiden haben im Gefängnis was zu sagen.

Im Dezember 2012 hätten sie zwei Mithäftlinge beim Hofgang in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Würzburg in eine Ecke gedrängt, den einen am Pullover gepackt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen, heißt es in der Anklage. Damit hätten die damals 19- und 20-Jährigen die Mitgefangenen dazu bringen wollen, ihnen Kaffee und Zigaretten zu geben.

Die Häftlinge, die 2012 von den Angeklagten gepeinigt worden sein sollen, sind als Zeugen geladen. Beide sind, im Vergleich zu den Angeklagten, halbe Portionen: Eher klein und schmächtig, aufgeregt, nervös. Sie erzählen dem Jugendschöffengericht, wie die Angeklagten sie angewiesen hätten, sie mit Zigaretten, Kaffee und Gummibärchen zu versorgen. Diese Sachen können Häftlinge, die im Knast Geld verdienen oder welches von „draußen“ geschickt bekommen, einmal monatlich im Gefängnis-Laden einkaufen.

Die Prügel, die es gab, weil die „Bestellung“ der Muskelmänner ignoriert wurde, meldeten die beiden Opfer einem JVA-Bediensteten, es wurde ermittelt und schließlich gab es eine Anklage, die allerdings einen gravierenden Fehler enthielt, wie sich bei der Gerichtsverhandlung im September 2013 herausstellte: In der Anklageschrift war als Tattag ein falsches Datum angegeben. Das damalige Gericht, unter demselben Vorsitzenden wie heute, sprach die Angeklagten deshalb in seinem Urteil frei; die Entscheidung ist rechtskräftig.

„Da habe ich einen Fehler gemacht“, sagt der Vorsitzende jetzt am Ende der Verhandlung. Statt die Angeklagten ziehen zu lassen, hätte er damals das falsche Tatdatum in der Anklage revidieren müssen. Weil er das nicht getan hat, greift nun der Grundsatz, dass Angeklagte nicht zwei Mal wegen derselben Sache verurteilt werden dürfen – und das Verfahren wird, wie von den Verteidigern gefordert, eingestellt. Und das, obwohl das Gericht laut seinem Vorsitzenden „keine Zweifel“ daran hat, dass die Angeklagten „zu verurteilen wären“. Die Verfahrenskosten trägt die Staatskasse.

Ob diese Entscheidung dem 21-Jährigen viel nützt, darf bezweifelt werden. Der Türke, der seit seinem 14. Lebensjahr immer wieder straffällig wurde, verbüßt derzeit wegen anderer Taten eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten und seine Ausweisung aus Deutschland ist bereits verfügt. Die Entscheidung, ob der Mann bleiben darf oder nicht, liegt nun beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München. Laut Aufenthaltsgesetz werden Ausländer aus der Bundesrepublik ausgewiesen, wenn sie wegen „vorsätzlicher Straftaten zu einer Freiheits- oder Jugendstrafe von mindestens drei Jahren verurteilt“ worden sind.“

Eine berechtigte Frage in einem Kommentar:

„Warum wird der clevere Richter nicht namentlich erwähnt. Bei seinen sonstigen Auftritten darf er doch auch fast immer glänzen?
NA ?“

https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Gewalttat-bleibt-wegen-Formfehlers-ungesuehnt;art492151,8545718

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22 Gedanken zu „Würzburger Richter: „….habe einen Fehler gemacht.“

  1. @ Martin. § 63.

    Ich lass das hier mal so stehen.
    Folgender Text kam vorhin an mich.

    Hallo Wolfgang,

    Der hohe Besuch meines Sohnes war gestern schon zwischen 10.00 und 11.30 Uhr bei ihm da gewesen. Stefan ist begeistert von ihm! Er hat einen sehr guten Eindruck bei Stefan hinterlassen und er hat neue Hoffnung da raus zu kommen. Am besten ist von alle dem: Das Dr. Schneider die Staatsanwaltschaft dran kriegen will, dass die sich nicht darum gekümmert hatten, dass mein Sohn vor zwei Jahren beinahe umgekommen ist. Ich bin echt gespannt wie es weiter gehen wird! Die haben den
Rechtsanwalt alle wie einen hohen König dort in Empfang
 genommen. Lach.

    PS. Da schmunzel ich auch: Die haben den 
Rechtsanwalt alle wie einen hohen König dort in Empfang
genommen.

    Schneider-Mensah sollte jedoch nicht noch einmal den Fehler begehen, ohne Begleitschutz, Briefe in Amtsstuben zu werfen.

    🙂

    • Nebenbei erwähnt.

      Ich hatte damals den Namen des Verfahrenspflegers im Stefan Fall. Ich gab ihm Druck! Daraufhin fühlte er sich beleidigt und drohte mit einer Klage. Normen – Meinungsverbrechen.de – und ich, hatten da nur müde gelächelt.

      • Fall Stefan.
        Zur Feier des Tages 🙂

        David Schneider Mensah: „I‘ll be back!“ Die Psychiater der Forensik-Klinik: »WHAT?“ Schneider-Mensah: „The rules must be reset.“

        Arnie in Action. I am waiting for you.

        Cut CitiSite. Titelsong: „I‘d love to change the world.“ Norbert Blüm: Ich will die Welt verändern.

        Passt 🙂

      • Verdeckte Ermittlungen.
        Norbert Blüm: „Es genügt eine Verleumdung.“

        @ Martin.

        Vermute langsam, dass diese LA Psychiater, Ihr Ausbildung bei Carsten Maschmeyer absolviert haben: AWD. Der Türdrücker-König. Zitat NDR. Daraufhin reagierte Carsten sauer und schaltete Strate ein.

        Ihre Frist läuft nur bis Mitternacht!

        Am Mittwochabend wurde es im Funkhaus des Norddeutschen Rundfunks noch einmal spannend wie im Krimi. In rund zweieinhalb Stunden sollte der Film „Der Drückerkönig und die Politik.“ Die schillernde Karriere des Carsten Maschmeyer im ersten Programm laufen. Da traf, gegen 19 Uhr eine Abmahnung der Anwaltskanzlei Prinz ein. Die Forderung lautete: Auf Bilder, die den Finanzunternehmer Maschmeyer bei einem Auftritt in Frankfurt zeigten, sei zu verzichten. Die Frist, bis zu der eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben sei, lautete auf – Punkt Mitternacht.

        Drücker-Könige.
        Die schillernde Karriere von Dr. Roth.
        Ironie on …

        Diese LA Seelenexperten (verdeckte Ermittler), kommen meist unangemeldet, was allein schon eine Straftat ist. Hausbescuhe generell verboten. Siehe Rechtsblog CitiSite.

        https://citisite.wordpress.com/gerhard-strate-fall-mollath-vom-versagen-der-justiz-und-psychiatrie/

        Tür-Drücker-König Dr. Stephan Roth (LA Gesundheitsamt Kitzingen), überfällt seine potentiellen Kunden nicht nur unangemeldet wie ein Kamikaze, sondern sogar noch als Tarnkappen-Bomber. Er vergisst, sich als Psychiater vorzustellen. Er positioniert sich als Arzt, zudem verschweigend, dass sein feindlicher Angriff der Erstellung einer gerichtlichen Akte dient.

        Vermutlich hat er als Kind zu viele Pearl Harbor wie FBI Filme geguckt. Im Äquivalenzmodes der Theory of Mind lässt er seinem Kreativ-Genie dann völlig freien Lauf: „das Gespenst im Schrank ist echt!“

        Er nennt es Gutachten, statt Märchenerzählung. Kein Wunder dass seine mitgeschleifte Sozialpädagogin, die bei jedem Kundenkontakt als Co-Pilotin mit dabei ist, bei soviel Kompetenz ihres Bomberpiloten wöchentlich einen Super-Visor aufsucht. Super-Visor: »Was wollen Sie? Bei Dr. Roth haben Sie Kino in der ersten Reihe!“

        An Familiengerichten stapeln sich Akten ja nur deswegen, weil jeder Hausarzt verpflichtet ist, seit neuestem, Richtern eine Kopie des Ärztebefundes zu kopieren, denn ohne Betreuungsanregung und entsprechend immenser Verfahrensabläufe, wären ganze Branchen arbeitslos: „Herr Mayer hatte Ohrenschmerzen, weil seine Frau schreit! Sie behauptet wiederum, dass sie schreit, weil er säuft!“

        Bomberpilot Dr. Roth bekommt ergo einen Geheimauftrag, die Sachlage auf Betreuungsbedürftigkeit zu überprüfen. Mit dem bekannten Tür-Drücker-Trick: „Grüss Gott, gestatten Arzt!“ Frau Meyer: „Ohrenarzt?“ Dr. Roth: „Selbstverständlich!“ Frau Meyer: „und wer ist die Dame?“ Dr. Roth: „Ohrenärztin!“ Frau Meyer: „wieso sind Sie zu weit?“ Dr. Roth notiert im Kopf: „Formale Denkstörung. Frau Meyer weiss nicht, dass sie zwei Ohren hat!“

        Herr Meyer brüllt aus dem Hintergund: „schmeiss die zwei raus. Das sind Vertreter vom AWD. Die wollen dir ‘ne Krankenzusatzversicherung verkaufen!“ Dr. Roth notiert im Kopf: „Wahnstörung!“ Frau Meyer schmeisst die zwei auf Befehl ihres Mannes raus und Herr Dr. Roth sein Gutachten auf dem Heimweg in den Briefkasten des Familiengerichts: „Verdeckte Ermittlung gelungen. Betreuung notwendig. Gezeichnet Tarnkappen-Bomber Roth.“

        Seine Amts-Sozialpädagogin bei ihrer wöchentlichen Super-Vision. Super-Visor: „warum haben Sie Probleme mit Herrn Dr. Roth?“ Pädagogin: „Weil er eine Wahn-Störung hat!“ Super-Visor: „Warum gehen Sie davon aus, daß er eine Wahn-Störung hat?“ Pädagogin: „Weil ich so viele Probleme mit ihm habe.“ Super-Visor: „Beispiel?“ Pädagogin: „Gestern hielt er mich für eine Ohrenärztin, vorgestern für eine Hautärztin. Heute meinte er, dass er ein Augenarzt ist und ich seine Kollegin bin.“

        Super-Visor: „Wie bitte?“ Pädagogin: „Er bekam heute einem Arztbericht von einer Frau, die kurzsichtig ist. Jetzt will er Sie mit mir besuchen und eine psychiatrische Diagnose erstellen!“ Super-Visor: „Wie bitte?“ Pädagogin: „Können Sie bitte über Dr. Roth ein Gutachten verfassen!“ Super-Visor: „Multiple Persönlichkeit?“ Pädagogin: „Diagnose Beamter trifft die Sache prägnanter!“

        Amtsmissbrauch. Täuschung.

        Aktuell: Ich wurde zur Untersuchung bei Frau Dr. med. Götzner eingeladen. In dem Glauben, ich werde von einem Facharzt für Arbeits- und Sozialmedizin oder Neurologie begutachtet, nahm ich an der Untersuchung teil. Stattdessen wies sich die vermeintliche Fachärztin für Arbeits- und Sozialmedizin, Frau Dr. med. Ulrike Götzner aus Miltenberg, in ihrem Gutachten vom … mit ihrem Stempel als Fachärztin der Psychiatrie aus.

        Auf der Einladung zu der entsprechenden Untersuchung war als Gutachter Dr. Muhl angegeben, nicht Dr. med. Muhl, sondern Dr. Muhl. Wegen meiner schlechten Erfahrung mit Frau Dr. med. Ulrike Götzner rief ich den Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit Würzburg an, um nach der Identität von Dr. Muhl zu fragen.

        Bei zwei Anrufen erhielt ich zwei verschiedene Auskünfte zu Dr. Muhl: Auf meine Frage, ob es sich endlich um einen Facharzt für Arbeits- und Sozialmedizin handle, antwortete die Mitarbeiterin Frau Scheuplein mit „Ja“, beim zweiten Anruf teilte sie mir mit, es handle sich um einen Facharzt für Neurologie, weil mein Fall speziell sei und die Begutachtung von einem Facharzt für Neurologie erfordere. Auch er sei vom Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit Würzburg als externer Gutachter beauftragt worden. Diese divergierenden Aussagen stimmten mich misstrauisch.

        In ihrem Widerspruchsbescheid widersprach die Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Würzburg meinen Aussagen in meinem Schreiben zur Ablehnung von Dr. Muhl nicht. Der von mir abgelehnte Dr. Muhl war ein 78-jähriger Psychologe, Dr. Manfred Muhl.

        Vorsatz.

        PS: Vorsätzlicher Täuschungs-Trick. Mit einem Dr. unterhält man sich – und redet – bei einem Psychiater muss man vorgewarnt werden. Nach dem Motto: „jede Aussage kann gegen sie verwendet werden.“ Ich sehe solchen Gutachten als Verfahrensfehler, wenn dem Kunden nicht ausdrücklich vorher mitgeteilt wird, dass er sich mit einem Psychiater unterhält. Das Gutachten ergo nichtig ist.

  2. Die SZ berichtet nun auch ausführlich über den „Fall“ Kuß:

    Manche Leute haben einfach kein Unrechtsbewusstsein, keinen moralischen Kompass….

    …“Das Gericht fällt ein Teilurteil: Wissenschaftliche Standards seien nicht eingehalten worden, das Gutachten sei insofern grob fahrlässig erstellt worden, Kuß stehen 50 000 Euro Schmerzensgeld zu. „Der Kläger hätte nie verurteilt werden dürfen“, heißt es zur Begründung. Über den Schadensersatz wird noch beraten. Ob es dabei bleibt? Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Ob die Gutachterin Einspruch einlegt, ist offen. Ihr Anwalt hält die Forderungen für verjährt. Er zieht in Zweifel, dass das Gutachten seiner Mandantin grob fahrlässig war – und fordert einen dritten Sachverständigen:„Wir haben hier zwei Gutachten – das meiner Mandantin und das aus Freiburg. Das zweite Gutachten könnte falsch auch sein.“

    Noch also dürfte der Fall nicht beendet sein. Und Kuß? Lebt weiter. „Ich bin immer noch wütend, aber Hass verspüre ich keinen. Das würde mich auffressen“, sagt er. „Wir haben uns all die Jahre bemüht, normal zu leben. Wir waren arm, aber wir haben alle Feste gefeiert.“ Seine Frau hat zu ihm gehalten. Und nicht nur sie.“….

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/schmerzensgeld-fuer-gutachten-wer-unschuldig-ist-braucht-die-besten-anwaelte-1.2326516

  3. Der „Fall“ Deeg wird vom bayerischen Justizminister ignoriert, der Strafanzeige gegen hochrangige CSU-Juristen NICHT NACHGEGANGEN.

    Das Fehlgutachten des Würzburger Psychiaters Dr. Groß wird auf allen bayerischen Ebenen zu vertuschen versucht:

    https://martindeeg.wordpress.com/2014/02/13/gerichtsgutachten-2-offener-brief-an-minister-bausback/

    https://martindeeg.wordpress.com/2014/06/21/freiheitsberaubung-im-amt-weiter-vertuscht-bayerische-staatskanzlei-schaut-weg/

    Im Landtag macht Herr Bausback hingegen auf „Transparenz“:

    „Wir wollen eine Stärkung der Transparenz und des Prinzips der Verhältnismäßigkeit. … Es geht auch um das Vertrauen in unsere gerichtlichen Entscheidungen und die Psychiatrie.“

    Justizminister Winfried Bausback

    http://www.br.de/nachrichten/landtag-massregelvollzug-psychiatrie-mollath-100.html

    …“Deshalb soll die Unterbringung auch den allgemeinen Lebensverhältnissen so weit wie möglich angeglichen werden, wie es in dem Gesetzentwurf heißt. Die familiäre, soziale und berufliche Eingliederung soll gefördert werden.

    Justizminister Winfried Bausback (CSU) hat eine Initiative gestartet, die ebenfalls den Maßregelvollzug betrifft: Es soll bayernweit einheitliche Standards für Stellungnahmen der Bezirkskrankenhäuser geben, auf deren Grundlage die Justiz über eine Verlängerung der Unterbringung oder Entlassung entscheidet, wenn kein externes Gutachten eingeholt wird. Die Stellungnahmen und Gutachten sind seit Jahren ein Kritikpunkt.

    Schlagzeilen gemacht hatte der Fall Gustl Mollath, dem mehrere Gutachter in Serie Gefährlichkeit bescheinigt hatten. „Wir wollen eine Stärkung der Transparenz und des Prinzips der Verhältnismäßigkeit“, sagte Bausback. „Es geht auch um das Vertrauen in unsere gerichtlichen Entscheidungen und die Psychiatrie.“…

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nach-fall-gustl-mollath-neues-gesetz-fuer-den-massregelvollzug.350152bf-b6fe-4f42-a9f7-c1de9cf9928c.html

    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau/vollzug-neue-regeln-100.html

  4. Duplizität der Ereignisse.

    @ Martin.

    Studiere eben ein paar Gerichtsakten und schaue nebenbei einen Porno. Der Zusammenhang ist unübersehbar: »der stringende Ablauf ist immer derselbe.“ Egal welchen Porno man guckt oder welche Gerichtsakten man liest, es läuft immer dasselbe ab.

    Hier eine kleine Ausnahme, aber trotzdem, bis zum bitteren Ende, ein gnadenlos infantiler Psychiater, aber auch ein noch behämmerter Verfahrenspfleger mit im Spiel. Da mache ich mir doch glatt die Freude, die Adressen von zwei Koryphäen zu publizieren – die mit dem folgenden kurz geschilderten Fall, rein nichts zu tun haben 🙂

    Expertenanwalt im Betreuungsrecht. Der Verfahrenspfleger nimmt die Interessen des Betroffenen wahr.

    Rechtsanwalt
    Peter Schwind
    Wiesenweg 27
    97084 Würzburg
    0931 3538900

    Experte in Seelenheilkunde, vormals ARGE Arbeitsfähigkeitsgutachter, in Rente, aber trotzdem noch Gutachten für die Würzburger Justiz verfassend.

    Psychiater Dr. Manfred Muhl
    97072 Würzburg
    Königsberger Str. 44
    009 231 / 088 220 460

    Apropo. Der Deeg Blog schlägt Wellen. Nachdem citisite tags wie NeuroScience, Kernberg, Schore und Co., mit ins Spiel bringt, findet man Frau Behrend (mit den tags der Weltelite) auf Augenhöhe. Sprich: der Deeg Blog ist auch dort weit verbreitet. Ohne Behrend einzutippen!!!

    Ich kenne mehrere Betreuungsfälle vor Ort.

    Die Richterentscheidung liegt mir vor, jedoch nicht die Gutachten / Stellungnahmen der oben Genannten. Die bekomme ich aber noch. Richter Beckmann entschied – der sitzt unterhalb von Frau Twardzik – in diesem tollen Designer Neubau des Amtsgerichtes und entschied – Gratulation – richtig! Betreuung aufgehoben !!!

    Muss ich weitertexten??? In der Randnotiz schrieb Herr Beckmann – Mann der vormaligen Würzburger Bürgermeisterin Pia – dass er die Stellungnahmen der o.g. hat, dass die beide der MEINUNG waren, dass die Betreuung aufrecht erhalten werden soll.

    Soll ich es gross drucken??? Der RA der den Betreuungsfall verteidigte / vertrat, entschied sich – in seiner Stellungnahme – gegen eine Aufhebung der Betreuung. Da kann einem Angst und Bange werden! Siehe Texte von Gerhard Strate oder Norbert Blüm: „„Für die “Blödheit von Rechtsanwaltsargumenten” gibt es keine Untergrenze.“

    Alle unterirdischen Fälle laufen auf eine Tatsache hinaus: fehlende Anknüpfungstatsachen. RA Schwind müsste seine Meinung begründen. Die ist im Betreuungsrecht letztendlich nicht begründbar, warum eine Betreuung aufrecht erhalten werden soll, denn es zählt der natürliche Wille des Kunden. Keine andere Meinung zählt!

    Das wiederum beweist aktenkundig, die Meinung des RA, dass dieser RA geschäftsunfähig ist, wenn er ebd. nicht begründet, warum der Kunde keinen natürlichen Willen hat. Den hat er nur dann nicht, wenn der Kunde im Koma liegt. Ergo Beweis, dass dieser Verfahrenspfleger unterirdisch tätig ist, sich zur Erdkruste hinabbeamt, wo er letztendlich auch hingehört.

    Dasselbe gilt für den o.g. Psychiater. Zitat: „Psychiater haben bei Gericht nichts zu suchen. Ausser als Angeklagter!“

    Once again. Pornos haben immer denselben Handlungsablauf. Man weiss schon vorher, was passieren wird. Bevor man Mollath weggesperrt, weil weiterhin Straftaten zu befürchten sind, sollte man evtl. vorab eruieren, ob er überhaupt Straftaten begangen hat. Betreuungsrecht analog. Bevor analysiert wird ob der Unschuldige eine Macke hat, sollte man – Betreuungsrecht – analysieren, ob er sich erheblich eigengefährdet. Diese immer wieder genannten Aufgabengebiete spielen null Rolle !!!

    PS: Mit Metaphern kommt man bei Borderlinern übrigens auch nicht weiter, denen Denken beizubringen. Ich versuch es aber trotzdem. Kontext Aufgabengebiete.

    SMS einer meiner wilden Bordi-Weiber: »Du erfüllst noch nicht einmal deine normalsten Ehemann Pflichten!“ CitiSite: „.welche sind das?“ Sie: „Seeeeexxx!!!“ Brauch ich jetzt ‘nen Betreuer, der meine Alltagsangelegenheiten erledigt und mich im Bett vertritt?“

    Betreung ist rechtliche Vertretung nach aussen und kommt nur dann in Betracht, wenn der Kunde im Koma liegt und keinen RA beauftragen kann – im Kontext der Alltagsangelegenheiten. Hinzu kommend, dass er sich dadurch erheblich selbst gefährdet, wenn er sich selbst nicht rechtlich vertreten kann.

    RA Schwind muss ergo nachweissen, dass sein Kunde sich erheblich eigengefährdet. Zum Beispiel, dass die nymphomane Kundin, bei wahllosen SEX, keine Kondome benutzt 🙂

    Aber auch das geht ihm nichts an. Weil jeder hat ein Recht, sich selbst zu schädigen. Siehe Schneider-Mensah, Argumentation in Karlsruhe. Ironie on: „es steht jedem auch frei, Briefe in Briefkästen zu werfen – Alltagsangelegenheit – obwohl man vorher schon weiss, dass man verhaftet wird, sich ergo selbst bedroht!“

    Okidoki.

    Mr. Schwind bekommt demnächst Post! Eine Brief-Bombe ! Und dann ist er tatsächlich noch Experte im Sozialrecht. Das ist einer besonderen Beobachtung wert. Allen voran im Kontext NeuroScience: „Social cognitive and affective NeuroScience.“

    Gruss an Miss Gabriele Wolff, die Neuro-Fachexpertin: „Ihre simple Hirnbiologie…“ Ich habe ihr verziehen. Buchempfehlung – Daniel Kahnemann – Nobelpreisträger: „schnelles Denken, langsames Denken“ – limbic vs. präfrontaler Kortex. Link Empfehlung… Betreuungsrecht …

    https://citisite.wordpress.com/gerhard-strate-fall-mollath-vom-versagen-der-justiz-und-psychiatrie/

  5. Gerhard Strates Leserbrief in der ZEIT, Nr. 5/2015

    Fragwürdige Gutachter – Daniel Müller „Unter Anklage“, Zeit Nr. 3
    Ein Kranker wird Held, betitelte die ZEIT noch im Dezember 2012 einen Artikel zum Thema Gustl Mollath. Acht Monate später, kurz nach Mollaths Entlassung aus der forensischen Psychiatrie, scheint die Redaktion ihre Sicherheit verloren zu haben und kleidete ihre titelgebende Diagnose bereits in Frageform: “ Ist Gustl Mollath gesund, Herr Strate?“ So erkundigten sich Sabine Rückert und Heinrich Wefing, immer noch ziemlich keck, bei mir als Mollaths damaligem Anwalt.

    Inzwischen hat ein Wiederaufnahmeverfahren die Unrechtsnatur der Unterbringung Mollaths ergeben und ihm Anspruch auf eine Entschädigung für siebeneinhalb verlorene Lebensjahre zuerkannt. Schuld am Desaster war nicht zuletzt die völlig ungerechtfertigte Selbstgewissheit der beteiligten forensisch-psychiatrischen Gutachter die ich in meinem Buch Der Fall Mollath: Vom Versagen der Justiz und Psychiatrie klar bezeichnet habe. Einer von ihnen ist Professor Hans-Ludwig Kröber. Mit der nun von Daniel Müller formulierten Erkenntnis, der Job eines forensischen Psychiaters sei schon im Kern eine Überforderung, da niemand in die Seele eines Menschen und schon gar nicht in dessen Zukunft blicken könne, tut die ZEIT einen erfreulichen Schritt in Richtung der tatsächlichen Gegebenheiten. Gleichzeitig erweist sie dem so verteidigten Kröber einen Bärendienst, bestätigt diese Aussage in letzter Konsequenz doch gerade die von mir behauptete Fragwürdigkeit des gesamten Fachs (der forensischen Psychiatrie).

    Dr. jur. Gerhard Strate, Hamburg

    • Hier der erst heute online gestellte Artikel über Kröber, 15.01.2015:

      Der einzige, um den sich Kröber sorgt ist Kröber…..

      ….“Kröber sitzt, umgeben von Büchern und Aktenstapeln, in seinem Berliner Büro und sagt: „Der Schaden ist da und nicht mehr wegzumachen.“ Er ärgert sich, dass er im Gericht neuerdings Ablehnungsanträgen ausgesetzt ist, das ist er nicht gewöhnt. Kröber hat Sorge, sie könnten Mode werden. Nach wie vor tritt er sehr selbstbewusst auf, aber die öffentliche Kritik setzt ihm doch zu. „Es hat mich gekränkt, als Idiot dargestellt zu werden, der Menschen unnötig lang wegsperren will. Ausgerechnet ich, der zu Recht im Ruf steht, für fast jeden einen Weg aus der Psychiatrie zu finden.“…

      http://www.zeit.de/2015/03/forensische-psychiatrie-gericht-gutachten-hans-ludwig-kroeber

      • Es klingt ja schon nach ein bisschen Selbsterkenntnis (der Schaden ist da) – aber ein Idiot will er deswegen nicht gewesen sein.

        Die unfassbare Unlogik von Borderliner: sowohl als auch Denken.

    • Ergänzung. Aussage-Psychologie.

      Kröper: Der Schaden ist da und nicht mehr wegzumachen.

      Kernberg nennt solche Texte: konkretistisches, primärprozesshaftes Denken. Ein sicheres Zeichen einer BPS. In der DBT Therapy (Linehan) wird Satzergänzungstechnik geübt. Ich nenn das Komma-Technik.

      Der Schaden ist da, weil …

      Kröber, der Schlaufuchs, hat eine Komma-Phobie. Er mag keine Zusammenhänge. Vermutlich hat er die Komma Taste auf seiner Tastatur noch nie benutzt.

      • Es gab früher mal Computer ohne Ziffernblock und Kommataste, waren billiger. Manche haben nur ein Ausrufenzeichen um die eigenen Aussagen und sich selbst wichtig zu machen.

        Doch vermutlich hat er die von uns Laien entdeckte Krankheit die
        Punkt.uelle Alzheimer – bei jeden Satzzeichen wird alles vergessen und deren Welt wird danach neu erschaffen
        Kann Satire enthalten

  6. …..In der Anklageschrift war als Tattag ein falsches Datum angegeben…..
    und niemanden ist das aufgefallen? Was für ein Zufall. Uns fällt spontan was zu Frieburg ein als wegen Totschlages sehr milde geurteilt wurde obwohl vorher schon mehrfach gewalttätig, usw. aber auch Sohn eines hohen Tierchens.

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