Ein LEITFADEN für Justiz und Strafverfolger: wie schaffe ich mir Querulanten!

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Gerade bin ich auf folgende Ausschreibung gestoßen:

WORKSHOP 1 am 8. September 2014 in Olten, Schweiz

Querulatorische Persönlichkeiten – Psychologische Hintergründe, Umgangsstrategien, Risikoanalyse“
Referent: Dr. Jens Hoffmann

Sogenannte Querulanten sorgen vor allem bei Behörden, aber auch bei Unternehmen und anderen Einrichtungen für viel Arbeit und Beunruhigung. Tatsächlich werden jedoch nur relativ wenige querulatorische Persönlichkeiten gewalttätig. Der Schlüssel zum Umgang mit dieser schwierigen Personengruppe ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu gewinnen wie Querulanz entsteht und welche psychologischen Bedürfnisse durch das Querulieren befriedigt werden. Dadurch ist es möglich ressourcenschonend die Kommunikation und den Umgang mit solchen Persönlichkeiten zu gestalten.

Kommt es zu einer Eskalation oder gar einer schweren Gewalttat, zeigen sich im Vorfeld regelmässig Warnsignale. Mit dem Ansatz des Bedrohungsmanagements lassen sich Risikoindikatoren erkennen und einschätzen. Dies geschieht zudem anhand realer Fallvignetten, wobei auch auf das Fallmanagement querulatorischer Droher eingegangen wird.

Themen:

• Die querulatorische Dynamik verstehen
• Gesprächsführung mit Querulanten
• Umgang mit Schriftsätzen, Anrufen und persönlichen

Kontakten
• Warnsignale erkennen
• Risikoanalyse und Fallmanagement • Fallstudien

Teilnahmegebühr 395,00 CHF / 315,00 EUR; inkl. Zwischen- verpflegung, Mittagessen (Stehlunch) und Unterlagen
Maximal 50 TeilnehmerInnen
Beginn: 09:00 Uhr / Ende 17:00 Uhr

Veranstaltungsort Hotel Arte, Kongresszentrum, Olten, Schweiz

http://www.i-p-bm.com/images/Olten_BM-Konferenz_2014_Anmeldung_WEB.pdf

Dies inspirierte mich in Anlehnung an Watzlawick zu folgendem LEITFADEN für „betroffene“ Behörden unter Bezugnahme auf eigene Erfahrungen mit den Justizbehörden Würzburg…..

G. Zollenkopf kategorisierte mich aufgrund „Hartnäckigkeit“, „Stil von Schreiben“ etc. als „querulatorisch-naiv“:
https://martindeeg.wordpress.com/2014/11/22/bin-ich-ein-naiver-querulant/

Das Thema verdient absolute Aufmerksamkeit….und ich möchte als vermeintlicher „Querulant“ nicht versäumen, meinen bescheidenen Beitrag zur Erhellung dieses „Gesellschaftsphänomens“ beizutragen.

Bei den Justizbehörden Würzburg, die sich seit Dezember 2003 unerklärlicherweise mit mir beschäftigen „müssen“ (…nur weil sie unter Falschbeschuldigung der Mutter des Kindes mit einfacher „Verfügung“ meine Vaterschaft zerstört haben und mich infolge zum irren Kriminellen „machten“) hat man erkennbar keine Erfahrung im Umgang mit „Querulanten“ und keinen „Schlüssel zum Umgang mit dieser schwierigen Personengruppe“ – aber sehr wohl damit, sich „Querulanten“ zu schaffen und sich deren langfristiger Aufmerksamkeit zu versichern!

Hier also ein LEITFADEN, wie man sich langfristig die Aufmerksamkeit von Menschen sichert, indem man „Querulanz“ hervorruft und verstärkt:

1.
Der Schlüssel zur Schaffung jedes „Querulanten“ sind invasive, ungenierte und grundlose Eingriffe in das Privatleben von Personen mit Schädigung existentieller Bedürfnisse oder auch wirtschaftlicher Schädigung. So ist z.B. die Zerstörung der Vaterschaft und ein Eingriff ins Familienleben mittels einer einfachst zu erlassenden sog. Gewaltschutzverfügung ohne weiteres auf Zuruf einer Partnerin möglich (die idealerweise durch „Frauennetzwerke“ und „häusliche-Gewalt“-Propaganda zuvor gebrieft wurde, was gerne auch Jugendämter übernehmen). Der Erlass einer Verfügung/Kontaktverbot ist ohne jede Anhörung, Beweisaufnahme und somit ohne jeden direkten Kontakt zum künftigen „Querulanten“, genannt „Antragsgegner“ möglich. Man umgeht so von Anfang an eine zu erwartende Gegenargumentation, die nun wirklich nicht interessiert.

Insgesamt ist zu betonen, dass ein persönlicher Kontakt und Gespräche unter dem Anschein der Unvoreingenommenheit mit dem künftigen „Querulanten“ auf jeden Fall zu vermeiden sind. Kontakte sind auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und finden idealerweise nur unter repressiven Vorgaben bspw. in Gerichtsverhandlungen statt.

2.
Schriftsätze des „Querulanten“ werden stets mit einfachsten formaljuristischen Floskeln abgebügelt. Bis zu einer Beantwortung seitens der Behörde sollten immer auch – falls überhaupt für nötig erachtet – mehrere Wochen, besser noch Monate verstreichen.

Der Zeitablauf zum Schaden des künftigen „Querulanten“ ist ein Selbstläufer (insbesondere wenn Kinder betroffen sind!).

3.
Alle Maßnahmen, die weitere Eingriffe gegen den „Querulanten“ ermöglichen, sollten hingegen mit größtmöglichem Aktionismus und ohne Scheu vor sozialer Vernichtung der Person und Auswirkung auf sein Umfeld erfolgen.

Hier bieten sich insbesondere an: Wohnungsdurchsuchungen, Beschlagnahmen und Versuche der Zwangseinweisung mittels aus dem Zusammenhang gerissener Zitate aus den Schriftsätzen des „Querulanten“ (diese sollten mit zunehmender Dauer der Ausgrenzung und Repression und mithilfe der beschriebenen Taktiken bald ausreichend vorliegen), aus denen sich eine Suizidgefahr, besser noch eine „Fremdgefährdung“ konstruieren lässt!

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4.
Als „Begleitmassnahme“ bieten sich inflationäre Strafanzeigen infolge praktisch jeder „Reaktion“ an, die ihre Wirkung beim „Querulanten“ nicht verfehlen sollten!
Das Motto: Fakten schaffen!

Die Wirksamkeit von Klassikern wie „Beleidigung“, „Verleumdung“, „versuchter Nötigung“ etc. hat sich jahrzehntelang bewährt. Ergänzt werden können diese durch die neuen geschlechtsspezifischden Repressionsgesetze wie das „Anti-Stalking-Gesetz“ („Nachstellung‘ Par. 238 StGB) oder auch die „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches mittels Bildaufnahmen“ (Par. 201 a StGB), die praktisch ohne Vorliegen strafbarer Handlungen angewandt werden können. Der Gesetzgeber ist laufend bemüht, die niederschwelligen Repressiongrundlagen mit Strafverschärfungen und neuen kreativen Gesetzesschöpfungen auszubauen, die kaum noch ein für Nichtjuristen nachvollziehbares „strafbares“ Handeln benötigen, um angewandt werden zu können.

Sollte der Belastungseifer insbesondere von „Ex-Partnerin“ des „Querulanten“ (geschlechtsspezifisch vorverurteilende und so eskalierte Paarkonflikte sind bekanntermaßen das Grundmuster der „Querulanz“) zu wünschen übrig lassen, können Staatsanwälte/-innen ohne weiteres selbst ein „Up-grade“ veranlassen, „Gefährdungen“ behaupten, öffentliches Interesse bejahen und sich insgesamt die „Unklarheit“ bezüglich der Auslegung und Rechtskonformität der „neuen“ Gesetze zunutze machen. Bei Bedarf einfach dumm stellen – die Fakten sind ja schon geschaffen!

Über die idealerweise auf Widerpruch des „Querulanten“ gegen unkomplizierte Strafbefehle veranlassten Strafverhandlungen sind, möglichst in enger Kooperation mit den regionalen Gerichtsreportern aussagekräftige Schlagzeilen zu generieren unter Nennung der „Delikte“ und der Berufsbezeichnung des Delinquenten nach dem Muster „Ex-Polizist terrorisiert Ex-Frau (Merke: der Zusatz „mit SMS und Anrufen“ nimmt dem Leser die assoziative Schlagkraft und ist ein Detail, das nicht in eine Überschrift gehört) oder „Arbeitsloser Stalker vermutlich schuldunfähig“. Zusätze wie „Gutachter XY sieht Anzeichen für Wahn/Paranoia“ etc. sind hingegen zielführende Alarmismen, die gerne als Unterschlagzeile fungieren dürfen.

Diese Schlagzeilen (die dem sozialen/ beruflichen Umfeld ohne weiteres eine Identifizierung des „Querulanten“ ermöglichen) sind im übrigen völlig unabhängig vom Ausgang des Verfahrens möglich, auch ein Freispruch steht dem nicht entgegen. Jedenfalls sollte das Zünden dieses bewährten Eskalationsmittels die Wirkung für zukünftige „Delinquenz“ des Betroffenen nicht verfehlen und diese deutlich steigern. Denn der „Querulant“ ist nun ja in der Zwangslange, durch weitere Tätigkeiten und Eingaben zu „beweisen“, dass ihm Unrecht getan wird….diese Spirale kann durch geschickte Eskalationsführung der „Strafverfolger“ permanent am Laufen gehalten werden.

5.
Mittel- bis langfristig sollte es in jedem Fall ohne weiteres möglich sein, mit einem bewährten „Sachverständigen“ ein belastendes psychiatrisches Gerichtsgutachten zu erlangen, das in jedem Fall eine „querulatorische Persönlichkeitsstörung“, gerne garniert mit dem allseits gefälligem „Wahn“ oder einer „Paranoia“, hervorbringt.

Auch mittels Bagatelldelikten ist so bei geschickter Anwendung der behördlichen Repressionsmittel im Zusammenspiel mit den genannten Strategien die dauerhafte Unterbringung nach Par. 63 StGB zu erwirken!

Ausblick:

Der Karriere und dem Aufstieg bei den so ständig medial im Focus stehenden Justizbehörden sollte dem geschickten „Querulantenmacher“ nichts mehr im Wege stehen. Vorgesetzte bei Behörden goutieren ebenso wie Sachverständige die namentliche Nennung ihrer Sachbearbeiter respektive ihrer Person in angenehm tätigkeitssuggerierenden Gerichtsberichten der Lokalpresse. Insbesondere im Zusammenhang mit den „gefährlichen“ querulatorischen Persönlichkeiten, die bekanntermaßen immer mehr zu einer Belastung für Behörden, Gerichte und Sicherheitsorgane werden!

Durch „Einzelfälle“ wie den des Gustl Mollath, der die lukrative und insgesamt erfüllende Tätigkeit der Pathologisierung von Bürgern leider bundesweit in ein negatives Licht rückte, sollten sich die zuständigen Gerichte und Behörden ebensowenig wie die bewährten „Hausgutachter“ beirren lassen.

Es zeigte sich auch hier, dass die Verantwortung für Versagen und Unrecht ohne weiteres solange geteilt werden kann, bis beim Einzelnen keinerlei Verantwortung mehr bleibt. Und zwar völlig unabhängig von den Folgen für Betroffene….

(Achtung Satire)

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6 Gedanken zu „Ein LEITFADEN für Justiz und Strafverfolger: wie schaffe ich mir Querulanten!

  1. Shit. Mein I-Net wurde gedrosselt, so ich Koryphäen wie den genannten Hoffmann leider nicht erdrosseln kann.

    @ Martin. Entferne bitte meine mail, die ich in deinem Blog öffentliche gemacht hatte. War vorauszusehen, dass ich dann ettlich neuen Spam erhalte. Spielkasino-Einladungen 🙂

    Lobos-Wild: Für die Borderlinestörung wird Konfrontation zur Überwindung der Spaltung als richtig angesehen. Nehmen Sie ja kein Blatt vor den Mund. Patienten mit anti-sozialer Störung erleben Konfrontation als Angriff und reagieren mit Wut und Flucht – oder / und – dich als Querulanten abzustempeln.

    Mehr muss man nicht wissen!

    • Sehr geehrter Herr Martin Deeg,
      seit langer Zeit lese ich Ihre Kommentare im Gabriele-Wolff-Blog, kann
      Ihre Betroffenheit empathisch nachvollziehen und möchte Ihnen meine Anerkennung für Ihr mutiges Engagement aussprechen.
      Ein Experte, der Ihnen entscheidende Informationen zu kommen lassen möchte,
      um den Hintergrund Ihres Falles noch tiefergehender zu verstehen und ergründen zu können, hat vergeblich versucht mit Ihnen in Verbindung zu treten.
      Ich habe dazu beigetragen, einen jungen Mann aus der Unterbringung zu befreien und brauche zeitlich dringend nur eine Information, um einen weiteren Untergebrachten nach einem über 10-jährigem Forensikaufenthalt zu einem selbstbestimmten Leben zu verhelfen.
      Wenn ich Sie bitten, darf über die e-mail Adresse, die Ihnen durch die Kommentar-Übersendung übermittelt wird, mit mir so bald wie möglich Verbindung aufzunehmen.
      Ihnen alles erdenklich Gute.

  2. Ich habe seit 11 Jahre als leiblicher Vater KEIN Sorgerecht, meine Anträge beim Familiengericht Würzburg werden verschleppt, nicht bearbeitet. Mein Kind weiter seit Oktober 2012 durch die Kindsmutter entführt, mit dem Zweck der Bindungsblockade und der weiteren Verhinderung der Vater-Kind-Bindung. Damit sie ihre „Ruhe“ hat…..

    „Karlsruhe – Ein Vater kann darauf hoffen, dass er sein Kind, das ihm von den Behörden weggenommen worden war, zurückbekommt. Das Bundesverfassungsgericht hat erneut eine Gerichtsentscheidung aufgehoben, mit denen den Eltern das Sorgerecht entzogen worden war.

    Bereits in den vergangenen Monaten hatte das Verfassungsgericht in mehreren ähnlichen Fällen ebenso entschieden. Die Verfassungsrichter betonen das Elternrecht und sagen, „dass der Staat seine eigenen Vorstellungen von einer gelungenen Kindererziehung nicht an die Stelle der elterlichen Vorstellungen stellen darf“. Ein Kind dürfe seinen Eltern nur weggenommen werden, wenn deren Fehlverhalten massiv sei und das körperliche, geistige und seelische Wohl des Kindes „nachhaltig“ gefährdet sei.

    Scharfe Kritik an Gutachterin

    Die Verfassungsrichter üben ungewöhnlich massive Kritik an einer Gutachterin am Amtsgericht Paderboren und am Oberlandesgericht Hamm. Der Vater war Asylbewerber und wird im Augenblick in der Bundesrepublik geduldet. Die Mutter ist psychisch schwer krank und nach Überzeugung aller Beteiligten zu einer Erziehung des Kindes nicht fähig. Der Mann hat sich noch während der Schwangerschaft von ihr getrennt und lebt jetzt mit einer neuen Lebensgefährtin zusammen. Allerdings hat er sich auch nach der Trennung und der Geburt des Kindes noch intensiv um die frühere Partnerin gekümmert.“….

    …..“Die Verfassungsrichter kritisieren, dass die Gerichte das Gutachten kritiklos übernommen haben. Die Entscheidung des Amtsgerichts sei ungewöhnlich knapp, die Begründung des Oberlandesgerichts umfasse nur 16 Zeilen. (Aktenzeichen: 1 BvR 1178/14)

    Die Serie der Karlsruher Entscheidungen, mit denen der Entzug des Sorgerechts in mehreren Fällen für verfassungswidrig erklärt worden ist, fällt in eine Zeit, da immer mehr Kinder von den Jugendämtern aus ihren Familien genommen werden. 2013 geschah dies mehr als 6500-mal. Das rigidere Vorgehen der Ämter wiederum ist die Reaktion auf einzelne dramatische Fälle, in denen Kinder elendig starben, weil sie von ihren Eltern vernachlässigt oder gequält worden waren.“

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bundesverfassungsgericht-karlsruhe-staerkt-elternrechte.754e20aa-c35a-4649-a54b-d4b268cac79a.html

  3. zu 2. Wochen/Monate
    aus Erfahrung mit Jobcentern – die lassen sich immer 3 Monate Zeit (sozusagen Antrag abgeben – abgelehnt – Ausdruck/Versand aber erst in 3 Monaten) weil erst dann die Untätigkeitsbeschwerde greifen würde. Primitiv!

    Sprachinflation – Querulant
    weil dieses Wort inzwischen inflatorisch benutzt wird, sollte man auch die Abflachung, ja Vergewaltigung der Sprache berücksichtigen. Bestes Beispiel ist ’sparen‘ statt ‚kürzen/streichen‘ – denn sparen heißt eigentlich dass man Geld für später zurücklegt, während es inzwischen für ‚wir streichen euch euer Geld, weil wir sowieso kein Geld haben, weil wir alles für uns verbraucht haben‘.
    Auch die anderen Negativbezeichnungen wie Michael Kohlhass sind typisch – denn der hat einfach die vorhandenen Gesetze für sich in Anspruch genommen und diese Bxxxx mit eigenen Mitteln geschlagen. Als Folge hat diese Bxxxxx sich einen Gesetzesberg geschaffen dessen Gesetze sich gegenseitig ausschließen, usw. Beruft sich jemand auf die Grundlagen Grundgesetz/Menschenrechte wird er als Querulant abgestempelt um so einen eigenen Persilschein zu machen für die Verachtung des Menschen und vor allem um selbst breitsaxxxxig sitzen zu bleiben und sich nicht zu bewegen.

    @Ui! danke für den Link :-))))))))))))) besteht nicht Anwesenheitspflicht als Angeklagte? Jetzt kriegt sie sicher noch ein Verfahren wegen Missachtung des Gerichtes, oder? 🙂
    Zusatzfrage: Was hat sie angestellt dass sie den (Behörden)Schutz verloren hat?
    Der Anwalt wusste was kommt: ……Er hatte sein Mandat bereits vor dem letzten Prozesstag niedergelegt.

  4. Ui!

    „28. November 2014, 16:49
    Amtsgericht Augsburg
    Richterin auf der Anklagebank

    „Dass ein Amtsrichter eine Amtsrichterin zu einer Geldstrafe in Höhe von 19 500 Euro verurteilt, kommt nicht jeden Tag vor. Am Freitag geschah genau dies im Augsburger Strafjustizzentrum, das Ganze ging nicht ohne heftige Nebengeräusche über die Bühne:
    Noch während der Urteilsbegründung artikulierte die 57-jährige Angeklagte ihren Unmut über ihren Kollegen: Sie forderte ihn auf, endlich zum Punkt zu kommen, und verließ noch vor Ende seiner Ausführungen den Sitzungssaal. Nicht ohne die Tür krachend zuzuschlagen.“….

    …..“Während des Verfahrens hatte die angeklagte Richterin zu ihrer Verteidigung eingeräumt, sie habe sich zuvor nicht über das Thema Steuern informiert. Diese Aussage nahm der Richter mit Verwunderung zur Kenntnis. Als hauptberufliche Amtsrichterin sei sie regelmäßig mit Steuergesetzen befasst, betonte er. In ihrem Schlusswort wies die Angeklagte die Vorwürfe nochmals entschieden zurück: „Ich halte mich von Berufs wegen an Gesetze.“ Diese Feststellung beeindruckte den Richter offenbar wenig.“…

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/amtsgericht-augsburg-richterin-auf-der-anklagebank-1.2243056

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