Weiter Tatvorwurf Freiheitsberaubung mittels Fehlgutachten – Vertuschung durch „Sumpf“ in Würzburg?

Bei den Recherchen zu den Justizbehörden Würzburg kommt immer mehr zutage, nicht nur in persönlichen Gesprächen, auch durch (vergessene) Berichterstattung:

SPIEGEL 39/1964:
…..40 Jahre vor dem „Fall Mollath“ – was die Frage aufwirft, was in den letzten Jahrzehnten bei dieser Justiz alles geschah, was bislang nicht bekannt ist. Wieviele Unschuldige wurden Opfer dieses Justizsumpfes? Wieviele Justizopfer, die sich zur Wehr gesetzt haben, wurden pathologisiert, ihnen ein „Wahn“ angedichtet?

…“Im letzten Prozeß, der gegen Herterich lief, als er nach Schweden ging (wegen einer Auslandsreise war er zu einem Sitzungstermin nicht erschienen, ein Haftbefehl gegen ihn erlassen worden), war auch Herterichs psychiatrische Begutachtung beantragt worden.“….

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46175459.html

Aus gegebenem Anlass…..Würzburg 2014

Foto(4)

An das
Landgericht Würzburg
Ottostraße 5
97070 Würzburg
22. November 2014

Hiermit wird (weiter) Klage gegen den Würzburger Gerichtsgutachter Dr. Jörg Groß eingereicht auf Schadensersatz in Höhe von 1,2 Millionen Euro wegen vorsätzlicher Freiheitsberaubung im Amt mittels vorsätzlich erstattetem Fehlgutachten zugunsten der Beschuldigten der Staatsanwaltschaft Würzburg.

PKH-Antrag ist bereits gestellt (relevante Änderungen seither sind nicht gegeben).

Vorauszuschicken ist, dass das gesamte Verhalten und die Vertuschungsaktionen der Justizbehörden Würzburg derart beschämend sind, dass nur noch ein gradueller Unterschied zum Vorgehen bswp. des braunen Sumpfes bei der Justiz Würzburg besteht, der noch in den 60er-Jahren ungeniert rechtsfremd gegen Geschädigte wie Elmar Heterich vorging.

Die Höhe des Schadensersatzes ist auch der Tatsache geschuldet, dass Geschädigte und Justizopfer in Deutschland auch bei bekannt gewordenem Unrecht und Schaden immer weiter auflaufen gelassen werden, eine zivilrechtliche Schadensregulierung kaum möglich ist und Sachverhalte durch Justiz und Behörden insbesondere im Zusammenhang mit Straftaten im Amt und Fehlgutachten gezielt unterdrückt und vertuscht werden.

Dieser Mißstand ist derart gravierend, dass hier endlich deutliche Signale und entgegenwirkende Maßnahmen notwendig sind, die dem Ausmaß des Unrechts gerecht werden und weiteren Straftaten und Fehlgutachten in dieser Richtung generalpräventiv entgegenwirken.

1.
Die berechtigten Geltendmachungen des Klägers werden bislang unter offenkundigem Verdacht der Rechtsbeugung und der offenkundigen Befangenheit der Justiz Würzburg zugunsten des langjährigen Würzburger Gerichtsgutachters verweigert und zu vertuschen versucht.

Es besteht der dringende Tatverdacht, dass Dr. Groß insbesondere gemeinschaftlich mit Beschuldigten der Staatsanwaltschaft (Lückemann, Trapp), des OLG Bamberg (Dr. Baumann, Schepping) bewusst und gewollt zusammenwirkte, um so die dauerhafte Unterbringung des Klägers nach § 63 StGB im forensischen Maßregelvollzug mittels Fehlgutachten zu erreichen.

Foto(23)

Das Interesse an der politischen Aufarbeitung und strafrechtlichen Verfolgung ist aufgrund der Hochrangigkeit der Beschuldigten und der Negativwirkung und erneuten Bugwelle eines öffentlich aufgearbeiteten erneuten bayerischen Justizskandals offenkundig nicht gegeben.

Der Kläger ist keinesfalls gewillt, diesen rechtsfremden Interessen der Täter Platz zu geben.

Der Ruf und die Reputation des Klägers als Polizeibeamter des Landes Baden-Württemberg ist durch lückenlose Aufarbeitung der massiven Straftaten im Amt durch Beschuldigte bei den Justizbehörden Würzburg initiativ des Schlüsselereignisses einer falschen Eidesstattlichen Versicherung durch die Mutter des gemeinsamen Kindes aus persönlichen und mißbräuchlichen, rechtsfremden Interessen von dieser drei Monate nach Geburt des gemeinsamen Wunschkindes (erlassen durch den Beschuldigten Schepping, Az. 15 C 3591/03) wiederherzustellen und die massive Schädigung seit Dezember 2003 lückenlos aufzuklären.

Insgesamt wird auf die bereits mit Datum vom 09. November 2013 eingereichte Klagebegründung verwiesen:

Beweis:

Anlage 1: Klageschrift vom 09.11.2013
Klage gegen Dr. Groß, Würzburg

Der Gesamtvorgang beweisrechtlich:
https://martindeeg.wordpress.com/2013/11/09/schadensersatz-wegen-vorsatzlich-erstattetem-fehlgutachten-fur-die-staatsanwaltschaft-par-63-stgb/

Foto(3)

Alle berechtigten konkreten Schadensersatzansprüche des Klägers in pauschaler Form durch eine allgemeine „Ehrerklärung“ für den Gutachter abzuweisen gesucht :

„….Dies gilt ums so mehr, als der Sachverständige Dr. Groß – wie auch der Kammer aus eigener Anschauung in zahlreichen anderen Verfahren bekannt ist – im Allgemeinen als umsichtiger, erfahrener und sorgfältig arbeitender Gutachter mit hoher Sachkompetenz gilt, der seine medizinischen Schlussfolgerungen und Diagnosen erst nach sorgfältiger Abwägung und umgassender Begründung zu treffen pflegt.“

Dies ist bizarr. In diesem konkreten Fall geht es um die beweirsrechtlich dargelegte Freiheitsberaubung im Amt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Würzburg und weiteren Beteiligten der fränkischen Justiz. Dies eben mittels eines Fehlgutachtens des Sachverständigen Dr. Groß zugunsten dieser Justiz und zu lasten des Klägers.

2.
Am 12. November 2014 berichtet die Süddeutsche Zeitung im Zusammenhang mit einer Schadensersatzklage gegen den Gerichtsgutachter Haderthauer vom Gericht in Ingolstadt unter der Überschrift „Zehn Richter erklären sich für befangen“.

…”Roland S., der exklusive Oldtimer-Modelle baute, die Haderthauer jahrelang über die Firma “Sapor Modelltechnik” an den Käufer brachte, fühlt sich von seinem früheren Arzt um sein allererstes Modellauto gebracht und verlangt Schadenersatz. Es wäre nun Sache des Gerichts, den Fall zu prüfen. Stattdessen aber haben sich bereits zehn Ingolstädter Richterinnen und Richter für befangen erklärt.
Jetzt liegen die Akten beim nächsten, und auch der wird wahrscheinlich zum Schluss kommen, dass sich aufgrund der langen Zusammenarbeit und zahlreicher dienstlicher Veranstaltungen ein freundschaftliches Verhältnis zu Haderthauer entwickelt hat, und dass sich dies auch auf die Frau des Beklagten, Christine Haderthauer, bezieht, deren Beteiligung an der Modellbaufirma in diesem Rechtsstreit ebenfalls thematisiert wird.”….

http://www.sueddeutsche.de/bayern/klage-gegen-hubert-haderthauer-zehn-richter-erklaeren-sich-fuer-befangen-1.2215147

Es ist davon auszugehen, dass die Befangenheit der Justizbehörden Würzburg, in eigener Sache objektiv und rechtsstaatlich bezüglich des Tatvorwurfes der schweren Freiheitsberaubung im Amt gegen meine Person dazu führen muss, dass endlich andere Behörden von Amts wegen mit der Prüfung betraut werden.

Ein Unterschied bezüglich der Befangenheit der Richter in Ingolstadt und in Würzburg bei derart vergelichbaren Vorgängen ist weder plausibel noch gegeben.

Der Unterschied ergibt sich lediglich daraus, dass Richter offenkundig glauben aufgrund der öffentlichen Wahrnehmung im Fall Haderthauer müsse man hier defensiver agieren als im Fall hier, der noch keine Berichterstattung in Leitmedien generiert hat.

Beim Tatvorwurf der Freiheitsberaubung im Amt ist in jedem Fall ohne Ansehen der Person, ohne Rücksicht auf Status, Amt und Parteimitgliedschaft zu verfolgen.

Es wird daher die Verweisung an die Justizbehörden Stuttgart oder – notfalls – München – beantragt.

Hierfür ist zu sorgen.

Diese Klage ist weiter beweisrechtlich veröffentlicht unter „martindeeg.wordpress.com“.

Martin Deeg

Polizeibeamter a.D.

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4 Gedanken zu „Weiter Tatvorwurf Freiheitsberaubung mittels Fehlgutachten – Vertuschung durch „Sumpf“ in Würzburg?

  1. @ Martin.

    Hat RA Mulzer den Killerinstinkt von Gerhard Strate? Wenn ja, übergeb ich ihm einen Fall, wo er Praxis Dr. Gross im »Tatsächlichen“ ein vorsätzliches Falschgutachten nachweisen kann und wo es im kausalen Zusammenhang ebenfalls um eine Millionenklage geht. Nett an der Geschichte, dass Frau Merkel soz. hinter dem Fall steht – da Dr. Gross und Co., Merkels „Wirtschafts-Pläne“ vereitelten. Öffentlich gemacht, ein Bestseller. Mulzer dürfte seine helle Freude daran haben.

    Bereits RA Fries & Geltinger konfrontierten Richterin Twardzik. Hatten aber keine BGH Zulassung. RA Kuhn: „Selbstverständlich gehört geklagt“, der hatte aber keine Kapazitäten frei.

    Ist man mit RA Mulzer an der richtigen Adresse?

    • Sorry. Vergessen voran zu stellen.

      Zum „Ruf“ des Klägers in der Justiz Würzburg kann beispielhaft der als Rechtbeistand des Klägers berufene Rechtsanwalt Christian Mulzer Auskunft geben, der aufgrund beruflicher Tätigkeit über Jahre und in vielfacher Form Einblick bei der Justizbehörde Würzburg und Kenntnis über die dort tätigen Personen hat.

      Dr. Gross und Dr. Blocher sind im Raum Franken auch als „Einweisungsgutachter“ bekannt. Hiermit wird (weiter) Klage gegen den Würzburger Gerichtsgutachter Dr. Jörg Groß eingereicht auf Schadensersatz in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

      • ooops.

        Link, mit Comments von Martin Deeg.

        http://www.br.de/nachrichten/psychiatrie-pfleger-forensik-100.html

        Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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        Schmunzel. Im Frühjahr 2014 umarmte mich Herr Weth, mitten auf der Juliuspromenade – nicht weil ich ein EX-Insasse war, wobei er irgendwann einmal sagte: „Sie waren der erste, der mich im Internet vernichtet hat!“

        Bei seiner Statur hätte man physiologische Schwierigkeiten mit ihm, wobei er mir einmal einen Lehrgang in Konfrontation gab: „Wo spüren Sie jetzt Ihre Wut?“ Ich hatte Glück, dass der Kaffee noch auf dem Tisch stand 🙂

        Den „ollen“ Kernberg kennt Weth persönlich und mehr verrate ich hier nicht.

        @ Martin. Danke für deine mail. Ich werd Dir den Fall schildern. Weth ist mir leider entwischt, in seine neue Praxis weitab von Würzburg, leider … weil er wäre der Richtige gewesen, „Irre“ zu konfrontieren. Die Namen sind bekannt. Deeg Blog lesen!

        Lief Dir Weth in in dieser kostenlosen „Hotelunterkunft“ über den Weg, bzw. hat er dich erfolgreich therapiert 🙂

      • Weth war anfangs als ich dort „einkehren“ durfte noch als Psychologe in der Forensik Lohr tätig – hat dann aber irgendwann Ende 2009/Anfang 2010 gekündigt, so wie infolge viele andere auch….was allgemein dem damaligen Chefarzt Flesch zugeschrieben wurde, der nun u.a. Privatgutachten erstellt.

        Ein Betroffener, mit dem ich mich gestern einige Stunden unterhalten habe – ein Mann, der im Zusammenhang mit Bankenkritik/Wahn (…!) einige Wochen in der Forensik gelandet war und bei dem ebenfalls völlig überzogen Par. 63 StGB beantragt worden war; auch hier erfolgte ein 2014 Freispruch! – war sehr positiv eingenommen von dem ihn entlastenden Gutachten von Flesch.

        Mit Weth selbst hatte ich nichts zu tun, bei den anderen Patienten hatte er aber durchweg einen guten Ruf, sein Weggang wurde z.T. sehr bedauert.

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