Ständig Suizide in Bayerns Justizvollzug: Vorsatz oder Unfähigkeit?

Aus aktuellem Anlass:

Ist man in Bayerns Justiz zu dumm, um die ständigen Suizide in der Untersuchungshaft zu verhindern? Oder werden diese in Kauf genommen, weil hier manche meinen, das sei ohnehin „das Beste“?

So langsam vermute ich letzteres: als ich selbst zu Unrecht in „Untersuchungshaft“ in Bayern gezwungen wurde, musste ich – obwohl mit Sicherheit keine Suizidgefahr vorlag – aus diesem vorgeblichen Grund als Nichtraucher mit drei Rauchern gemeinsam in eine Zelle und bekam den „blauen Punkt“ an der Tür, der mich als „suizidgefährdet“ auswies!

Mittlerweile denke ich, das war reine Schikane auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Würzburg: diesen „Ex-Polizisten“ sperren wir mit ein paar russischen „Mafioso“ und „Mördern“ zusammen, mal schauen, wie lange der sich noch über uns beschwert? Anlass für zwei hanebüchene Haftbefehle und insgesamt zehnmonatige zu Unrecht erfolgte sog. Untersuchungshaft (siehe vorherigen Beitrag von heute) war bekanntermaßen eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Staatsanwaltschaft Würzburg …mit den „Schwerkriminellen“ verstand ich mich bestens, diese hielt ich schon damals und halte ich auch heute noch für z.T. vertrauenswürdiger als manchen fränkischen Staatsanwalt, der m.E. tatsächlich in Haft gehört!

Anders als mit Vorsatz ist nämlich kaum mehr zu erklären, wieso es einem ganz offensichtlich hochgradig suizidgefährdeten Vater nach einem Familiendrama jetzt wieder „gelingen“ konnte, sich in bayerischer Haft umzubringen!

„19. März 2014 07:28
Familiendrama in Treuchtlingen“

http://www.sueddeutsche.de/bayern/familiendrama-in-treuchtlingen-vater-wirft-drei-kleinkinder-aus-dem-fenster-1.1916526

Der Freistaat Bayern hat ab dem Zeitpunkt der Festnahme eine FÜRSORGEPFLICHT!

„Wie der Leitende Ansbacher Oberstaatsanwalt Gerhart Karl dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, starb der 31-Jährige nach einem Selbstmordversuch im Krankenhaus. Der Mann hatte in der Nacht zum Montag (16.06.14) versucht, sich in seiner Zelle in der Untersuchungshaft zu erhängen, so Karl. Nachdem ihn das Gefängnispersonal noch in der Nacht gefunden hatte, wurde er von einem Notarzt reanimiert und ins Krankenhaus gebracht.“…

http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/familiendrama-treuchtlingen-kinder-fenster-100.html

Das verlangt endlich Aufklärung! Es ist – wie stets – alles andere als ein „Einzelfall“:

„NÜRNBERG/BAYREUTH – Jedes Jahr bringt sich ein Dutzend Häftlinge in Bayerns Gefängnissen um – unbemerkt vom Wachpersonal und der Anstaltsleitung. Oft gehen verhängnisvolle Fehlentscheidungen voraus – wie im Fall David Sargarian, der in seiner Zelle in der Nürnberger Justizvollzugsanstalt (JVA) verblutete. Und wie im Fall Klaus Bayer, der sich im Bayreuther Gefängnis das Leben nahm. Generell geht der Strafvollzug heute aber wesentlich sensibler mit dem Thema Suizid-Vorbeugung um, versichert das Justizministerium.“

http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/nuernberg/neuer-todesfall-in-jva-suizid-nicht-verhindert-1.543819

…“Er teilte sich seine Zelle in der JVA Regensburg mit einem weiteren Häftling. Um etwa sechs Uhr fanden Beamte den Mann tot in seiner Zelle. Wiederbelebungsmaßnahmen durch einen herbeigerufenen Notarzt blieben erfolglos. Die Obduktion am Mittwochnachmittag (28.05.14) bestätigte den Verdacht der Kriminalpolizei Regensburg. Es handelte sich um einen Suizid, Hinweise auf eine Fremdbeteiligung gab es nicht.“…

http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/mord-duggendorf-familienangehoeriger-festgenommen-100.html

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14 Gedanken zu „Ständig Suizide in Bayerns Justizvollzug: Vorsatz oder Unfähigkeit?

  1. Und wieder:
    was muss eigentlich passieren, damit Juristen, Strafverfolger und auch Medien endlich einen Zusammenhang herstellen, zwischen den sinnlosen, eskalierenden und für Männer mit unfassbarer Demütigung und mitunter (auch ohne gemeinsame Kinder) Traumatisierung (!) verbundenen sog. Gewaltschutzverfügungen und den immer als Folge erkennbaren Gewalttaten !

    …..“Schließlich brachte die 59-jährige Frau die Nachstellungen vor das Amtsgericht Heidelberg. Im Oktober vergangenen Jahres erhielt der Angeklagte die Anordnung, sich seiner Ex-Freundin nicht mehr nähern zu dürfen – auch nicht in einem Tanzsaal. „Sie wusste genau, was der Tango für mich bedeutet hat“, sagte er. „Nach der Trennung war das die einzige Lebenssäule, die mir geblieben ist.“

    Zwei Tage nach der gerichtlichen Anordnung lauerte der aus Brandenburg stammende Angeklagte seiner Ex-Freundin vor ihrem Haus in Heidelberg auf, er wollte nach eigenen Angaben mit ihr reden. „….

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.landgericht-heidelberg-toetung-von-ex-freundin-gestanden.cce6c219-76bc-492b-a9c5-0cde9ad4d119.html

    (Kommentare zu dem Artikel sind leider nicht möglich….) 

    Das Gutachten des Prof. Dr. Bock zum Gewaltschutzgesetz ist bekannt….

    http://www.vafk.de/bremen/gewalt/gutachtenbock.pdf

  2. Martin Deeg, wenn ich hier nach Ihren Maßstäben unerwünscht sein sollte, dann sollten Sie Mann genug sein, mir das zu sagen, am besten mit Begründung. Kommentare zu unterdrücken, die ich als Replik schreibe, wenn man mir gewissermaßen Ahnungslöosigkeit vorgeworfen hat. entspricht doch eher den Methoden derer, die Sie doch auch anklagen, oder?

    • Tut mit leid, aber das ist eine Diskussion, die ich nicht einmal im Ansatz gewillt bin zu führen, weil dafür schlicht keine Ressourcen da sind.

      Und es gibt m.E. auch keine Anlass: auch von mir werden zahlreiche Kommentare nicht gebracht, bspw. im Blog von G. Wolff, ohne dass ich deswegen eine Diskussion lostrete. Das ist das Recht der „Hausherrin“ und das akzeptiere ich!

      Etwas anderes ist die teilweise Meinungsmache im Beck-Blog oder mit Abstrichen auch im SZ-Forum, die ich hier auch schon aufgegriffen habe. Aber auch das nicht aus Selbstzweck sondern weil im Ergebnis tatsächlich eine Verzerrung der Faktenlage bleibt.

      Mitteilen kann ich, dass ich aufgrund Ihres Beitrages, der übrigens ohne mein Zutun nicht veröffentlich wurde (vermutlich wegen des eingefügten Links), mich in den dort genannten Fall, insbesondere das Urteil des Schwurgerichts, eingelesen habe – und entschieden habe, das hier fernzuhalten.

      Den persönlichen Vorwurf von Ahnungslosigkeit habe ich nirgends erkennen können….

      „Unerwünscht“ ist hier niemand – Moderation muss man mir hier allerdings zugestehen, da ich auch eine Agenda verfolge!

  3. Berlin, den 19.6.2014.
    UN-Sonderberichterstatter Juan E. Méndez in Berlin.

    http://www.meinungsverbrechen.de/

    Letzes Jahr forderte Méndez in einer Stellungnahme vor dem UN-Menschenrechtsrat alle Staaten dazu auf, ein absolutes Verbot aller medizinischen nicht einvernehmlichen bzw. Zwangsbehandlungen zu verhängen.

    UN Konvention. Jede Handlung, durch die einer Person vorsätzlich große körperliche oder seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden, zum Beispiel um von ihr oder einem Dritten eine Aussage oder ein Geständnis zu erlangen, um sie für eine tatsächlich oder mutmaßlich von ihr oder einem Dritten begangene Tat zu bestrafen oder um sie oder einen Dritten einzuschüchtern oder zu nötigen, oder aus einem anderen, auf irgendeiner Art von Diskriminierung beruhenden Grund, wenn diese Schmerzen oder Leiden von einem Angehörigen des öffentlichen Dienstes oder einer anderen in amtlicher Eigenschaft handelnden Person, auf deren Veranlassung oder mit deren ausdrücklichem oder stillschweigendem Einverständnis verursacht werden.

    Diese reagieren nicht.

    Trotzdem unternehmen deutsche Staatsanwaltschaften nichts gegen Psychiater, die diese Straftaten begehen. Der Menschenrechtsaktivist Martin Heidingsfelder hatte beispielsweise Ende Januar 2014 einen Fall einer 60-Tägigen Dauerfixierung im bayrischen Taufkirchen bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg angezeigt und den Generalbundesanwalt in Kenntnis gesetzt. Bis heute wurde die betroffene Person nicht zu dem Sachverhalt von der Staatsanwaltschaft vernommen. In diesem Fall wurden auch zuständige Politiker informiert. Diese reagierten jedoch nicht.

  4. Hallo, Martin, ich werde meine Tusnelda jetzt wegen versuchten Mordes anzeigen und ihr unterstellen, dass sie mich gezielt in den Selbstmord treiben wollte. Natürlich wird man das für abwegig erklären, aber ich werde entgegen, es ist lange nicht so abwegig wie große und ehrliche Liebe zum Stalking zu erklären, zumal wenn offensichtlich ist, dass die Frau aufgrund psychischer Probleme nur eingeschränkte Urteilsfähigkeit hatte. Die Justiz soll so in der Zwickmühle sein – entweder die Frau ist urteilsfähig und somit uneingeschränkt schuldfähig oder aber sie ist nicht und die Justiz muss endlich zugeben, dass die Stalkingvorwürfe der Frau rein ihrem Verfolgungswahn entsprangen.
    Ich werde die Anzeige auch genauso formulieren.

    Aber das nur kurz zum Thema oben, eigentlich wollte ich dich einladen bei mir im Forum zum Fall Maria Henselmann (die nun 14-jährige, die mit einem 53-jährigem abgehauen ist), kurz zu deiner Situation zu referieren (ich habe dich schon kurz erwähnt), denn bei ihr kann man gut sehen wohin Entväterung führen kann, wenn zudem die Mutter noch psychisch instabil ist. Obwohl ihr Vater nicht um sie gekämpft hat, muss ich dazu sagen, er war eher wie dein Vater, kann es genauso das Schicksal deiner eigenen Tochter sein werden, und deshalb biete ich dir gerne diese Gelegenheit, das kommt dann auch gerne bei mir ins Buch zum Fall.

    In ganz Europa haben bereits geschätzt eine Million Menschen von dieser Sache erfahren und sie sollen bitte die ganze Wahrheit erfahren und dass nicht die Mutter weiter die Schuld an ihrem verpfuschten Leben und dem verpfuschten Leben ihrer Tochter jedem Mann anlasten kann, der ihr geschlichen kommt!

    http://jochenlembke.wordpress.com/diskussionsforum-zum-fall-maria-henselmann-seite-4/

    • @ Jochen.

      Dein letzter Absatz. Es bleibt wie es ist. Richter sind mit „Projektionen“ von psychisch kranken Tussneldas heillos überfordert und gehen in der Regel dichotom konform. Mein wordpress blog wird am meisten über google mit den tags: „Borderline, dichotom, Projektion, usw.“ gefunden, wobei dort auch die neurobiologischen Erklärungen stehen.

      Weniger interessant ist diese „emotionale Instabilität“ dieser sog. „Beziehungsunfähigen“, letztendlich handelt es sich um Kognitionsdefekte, ergo dein statement stimmt: „eingeschränkte Geschäftsfähigkeit.“ Trifft auch auf Richter zu, denn die ignorieren z.B. im Freiheitsentzugswahn die Realität. Wie ein Tier auf Beutefang. Es wird weder nach links noch rechts geschaut = limbische Reaktion – Reptilianbrain.

      • Soll ich dir jetzt mal ein Buch zukommen lassen? Ich kann in der hoffentlich endgültigen siebten Auflage ja dann ein Statement von dir da dazu mit einbauen.

    • „…ich werde meine Tusnelda jetzt wegen versuchten Mordes anzeigen und ihr unterstellen, dass sie mich gezielt in den Selbstmord treiben wollte…“

      Das ist nicht dein Ernst, oder? Davon rate ich dir dringendst ab wenn du das nicht sustanziiert, d. h. mit Tatnachweis vortragen kannst, denn du bist verurteilt worden, du musst den BEWEIS erbringen, dass das falsch war und das kannst du nicht.

      „Natürlich wird man das für abwegig erklären…“

      Nicht nur das, sondern ein Verfahren wegen Falscher Verdächitung gegen dich und ich garantiere dir man wird dich auf deinen Geisteszustand untersuchen lassen.

      Lass diesen Unfug besser und halt dich nur an Tatsachen, die du auch belegen kannst. Nur ein gut gemeinter Rat.

      • Man hat gegen mich auch keine Tatsachen gehabt die man belegen konnte! Die falsche Verdächtigung ging zuerst von ihr aus!
        Nein, ich bin mir sogar vollkommen sicher, das sie das so wollte, nur billige ich ihr zu, dass dies nur einer von parallelen Gedanken war, wie gesagt unter anderem neben einer anhaltende Gefühlsbindung von ihr an mich. sie hat eben eine Knall, die Gute.

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