Staatsanwälte auf die Anklagebank !

Image0004

SPIEGEL 9/2014, Seite 58 – 66, „Die Übergriffigen“ , von Thomas Darnstädt, Michael Fröhlingsdorf:

…“Ein Wort, ein Aktenzeichen genügt, um unwiderruflich die Existenz, den Ruf, oft genug das Glück – und manchmal sogar das Leben eines Menschen zu vernichten. Wer, egal ob zu Recht oder zu Unrecht, in die Mühlen der Justiz gestoßen wird, entscheiden Exekutivbeamte, weisungsgebundene Juristen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wehe, wenn da etwas schiefläuft.

Und es läuft wieder und wieder schief. Grobe handwerkliche Fehler bayerischer Staatsanwälte waren es, die den Nürnberger Gustl Mollath für mehr als sieben Jahre in die Psychiatrie brachten. Größenwahn und Eigensinn leiteten offenbar Augsburger Staatsanwälte, als sie vergangenes Jahr den spektakulärsten Nazi-Raubkunstfund der Geschichte als „Beweismittel“ für ein Steuerstrafverfahren gegen den 81-jährigen Cornelius Gurlitt wegsperrten. 

Statt mit Sensibilität und Vorsicht greifen allzu oft die Ermittler mit dicken Fingern ins Intimste ihrer Mitbürger, erbarmungsloser Übereifer prägte die Arbeit von hessischen Anklägern, die den Lehrer Horst Arnold nur aufgrund der Beschuldigungen einer notorisch lügenden Kollegin für fünf Jahre unschuldig hinter Gitter brachten. ….

„Einzelfälle“. Das ist der Standardkommentar von Rechtspolitikern und leitenden Staatsanwälten, wenn schweres Justizversagen die Öffentlichkeit erregt.“….

„Staatsanwälte verfügen über weit mehr Macht und größere Entscheidungsspielräume als Richter. Dabei handeln sie ständig unter Risiko. Durchsuchungen, Verhaftungen, Vermögensbeschlagnahme: Schon den Verdacht lässt das Gesetz genügen. 

Und oft trifft es Unschuldige….Der Apparat kann vollendete Tatsachen schaffen, bevor überhaupt irgendein Richter sich mit den Akten beschäftigt hat. Erst wenn die Justiz havariert, wird unübersehbar, wie sie wirklich funktioniert: Die Weiche jedes Strafprozesses werden nicht von der Dritten Gewalt, den Richtern, sondern vom staatlich gelenkten Apparat der Ankläger gestellt. „Es wird die Gefahr übersehen“, klagt BGH-Richter Eschelbach, „wie einfach es ist“, in diesem System „unerwünschte Personen aus dem Verkehr zu ziehen.“

Ich breche hier ab: es sind 8 Seiten ZEITZEUGNIS, die hoffentlich endlich Anstoß für brachiale Aufklärung dieser Missstände und immer gleichen Existenzzerstörungen sind! 

Nun:…MEIN „EINZELFALL“:

Dieser Bericht der Mainpost über mich entstand auf Zuruf der Staatsanwaltschaft Würzburg; es gab nie eine Straftat – für zehn Monate zu Unrecht erfolgter Haft und den bizarren Versuch der dauerhaften Unterbringung (siehe G. Mollath) habe ich bis heute vom Freistaat Bayern keinen Cent Entschädigung erhalten

http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Bei-Marathon-festgenommen-Ex-Polizist-drohte-mit-Amoklauf;art735,5180451

Auch eine Persönlichkeitsrechtsverletzung sehen die Gerichte aufgrund des Berichts bis heute nicht!

Dieser Bericht nach dem Freispruch kommt der Wahrheit sehr viel näher:
Der Pressebericht eines m.W. an allen Verhandlungstagen anwesenden Journalisten: http://www.fnweb.de/region/rhein-main-neckar/ohrfeige-fur-staatsanwaltschaft-1.297651

Die gesamten Verfahrensakten hier nachzulesen:
https://martindeeg.wordpress.com/2013/08/17/bayerische-justiz-der-missbrauch-des-§-63-stgb/

Die Chronologie, Schwerpunkt Staatsanwaltschaft Würzburg betreffend:

Staatsanwalt Thomas Trapp klagt mich der „versuchten Nötigung“ an – die x-te surreale „Verfolgung“ auf Antrag der Mutter meines Kindes, Rechtsanwältin, im Rahmen eines seit 2003 andauernden Kindesentzuges mittels Kriminalisierung:

Anlass Dienstaufsichtsbeschwerde Staatsanwaltschaft Würzburg wg. angbl.versuchter Nötigung (mit besonderem Hinweis auf Punkt 8)

Meine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Staatsanwaltschaft Würzburg wegen „Verfolgung Unschuldiger“:

Dienstaufsichtsbeschwerde/Klage gegen Staatsanwaltschaft Würzburg, 18.05.2009

Aus dieser Diensaufsichtsbeschwerde/Zivilklage macht der Beschwerdegegner, eben der Staatsanwalt, die „Gefahr“ eines Amoklaufes. Als dieser natürlich nicht stattfand, konstruiert er eine „Androhung“ desselben:

Antragsschrift Staatsanwaltschaft 16.10.09

Der „Hausgutachter“ der Staatsanwaltschaft, Dr. Jörg Groß fabuliert ein „vernichtendes“ Gutachten über mich, auch das wird bis heute von den Gerichten gedeckt, um Schmerzensgeldzahlungen zu vereiteln.

Nachdem Prof. Dr. Nedopil, LMU festgestellt hat, dass keinerlei medizinische/psychiatrische Voraussetzungen für die Maßnahmen vorliegen, werde in nach acht Monaten „Haft“ aus der „Unterbringung“ der Forensik Lohr entlassen!

Es folgt die zweite Festnahme eine Woche später, dieser Haftbefehl des OLG Bamberg, „Kumpel“ des Generalstaatsanwalts

2. Haftbefehl OLG Bamberg 12.03.10

Die zweite Entlassung aus der „Untersuchungshaft“ erfolgt nach insgesamt zehn Monaten….

Nach Freispruch durch das Landgericht Wurzburg („keine Straftat“) beantragen die verantwortlichen Täter die Verweigerung der Haftentschädigung:

Antrag Verweigerung Entschädigung GenSta Bamberg

Das OLG Bamberg, 1 Strafsenat, „Kumpel“ zeichnen gegen:
OLG Bamberg Verweigerung Entschädigung 13.04.11

Was der Generalstaatsanwalt vom Rechtsstaat hält, kommt u.a. zwischen den Zeilen dieses „verschwundenen“ Presseberichtes zwischen den Zeilen gut rüber:

„Amoklaufdrohung“ Gymnasiast, Gamestar-Forum!

Ich werfe weiter vor und zeige an: den Verdacht der VORSÄTZLICH GEMEINSCHAFTLICH BEGANGENEN FREIHEITSBERAUBUNG IM AMT gegen meine Person. Weil ich „lästig“ wurde als Antragsteller, als Vater eines entfremdeten Kindes, was ebenfalls die Justiz Würzburg zu verantworten hat!

ALLE WESENTLICHEN ORIGINALDOKUMENTE SIND HIER BEWEISRECHTLCH NACHZULESEN UND VERÖFFENTLICHT

Beschwerde beim EGMR ist anhängig, Az. 1033/12.

Advertisements

5 Gedanken zu „Staatsanwälte auf die Anklagebank !

  1. Pingback: Staatsanwälte: “Die Übergriffigen/Die Scharfmacher” | martindeeg

  2. In Bayern wurde  ich als Vater zu Unrecht kriminalisiert und weggesperrt, WEIL ich ein kleines Kind habe – zu dem die Kindsmutter MITHILFE der Justiz – die Bindung zerstört und verhindert. Asozial! 

    In Frankfurt ist man auf der Evolutionsleiter offensichtlich einige Stufen weiter: 

    „Das Gericht rechnete Frick sein umfassendes Geständnis an, das „von Einsicht und Reue“ geprägt gewesen sei. Als Vater zweier kleiner Kinder habe sich Frick zudem als „besonders haftempfindlich“ gezeigt, sagte der Vorsitzende Richter Klaus Wiens. Der weitergehende Betrugsvorwurf wurde während des Verfahrens fallengelassen, weil er laut Gericht mit zumutbarem Aufwand und aus rechtlichen Gründen nicht zu beweisen gewesen wäre.“ 

    http://www.sueddeutsche.de/news/panorama/prozesse-ex-boersenguru-frick-wegen-kursmanipulation-zu-haft-verurteilt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-140225-99-04362

  3. So werden Menschen vernichtet: Der digitale „Querulant“…

    “ Auf einer anderen Folie wurde zusätzlich „Destroy“ aufgenommen – zerstören. Diese Strategien, sagt Greenwald, seien gegen verfeindete Staatsführer, Militärorganisationen und Geheimdienste angewendet worden. Tatsächlich würden sie aber auch im Kampf gegen unliebsame Aktivisten-Netzwerke in Verbindung mit dem Gesetzesvollzug diskutiert. Opfer könnten demnach Verdächtige sein, gegen die noch keine Beweise vorlägen, oder Aktivisten, die der Politik ein Dorn im Auge seien. In diesem Zusammenhang referiert Greenwald über die Arbeit der speziellen Arbeitsgruppe „Joint Threat Research Intelligence Group“ (JTRIG).“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/britischer-geheimdienst-so-werden-menschen-vernichtet-12820556.html

    Das wäre dann die digitale Fortsetzung dessen, was sich bislang zwischen Kriminalisierung und Pathologisierung durch Behörden, Gutachter und Lokalpresse abgespielt hat….
    In meinem Fall Justizbehörden Würzburg, Würzburger Psychiater Dr. Groß und die regionale Mainpost….

  4. zur Vervollständigung gleich 153d und die Info dass Staatsanwälte wie alle Beamte weisungsgebunden sind und diese Weisung nicht einmal schriftlich erteilt werden muss!

    STPO § 153d
    (1) Der Generalbundesanwalt kann von der Verfolgung von Straftaten der in § 74a Abs. 1 Nr. 2 bis 6 und in § 120 Abs. 1 Nr. 2 bis 7 des Gerichtsverfassungsgesetzes bezeichneten Art absehen, wenn die Durchführung des Verfahrens die Gefahr eines schweren Nachteils für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführen würde oder wenn der Verfolgung sonstige überwiegende öffentliche Interessen entgegenstehen.
    (2) Ist die Klage bereits erhoben, so kann der Generalbundesanwalt unter den in Absatz 1 bezeichneten Voraussetzungen die Klage in jeder Lage des Verfahrens zurücknehmen und das Verfahren einstellen.

    Anm. gegen öffentliches Interessen ist grundsätzlich alles was die Amtsruhe stören könnte!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s