Was ich mit „Bushido“ zu tun habe….

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Die Süddeutsche Zeitung berichtet gestern über einen „Musiker“

http://www.sueddeutsche.de/kultur/sonny-black-von-bushido-bushido-als-beruf-1.1893566

Fotzen. Es geht gleich mal mit Fotzen los. Sind Sie noch da? Ja? Tja. Dann haben wir eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte ist: Sie sind dem Mann, von dem hier die Rede sein soll, gerade auf den Leim gegangen, ganz so, wie er es wünscht: Sie haben sich locken lassen von der verbalen Grenzüberschreitung, dem Nesteln am Tabu. Die gute Nachricht ist: Alle, die jetzt schon nicht mehr mitlesen, weil sie abgestoßen sind, vielleicht sogar angewidert, die sind ihm natürlich auch auf den Leim gegangen. Anders gesagt: Wenn Sie sich erhofft haben, dass wir hier vom Feuilleton-Thron aus ganz locker erst mal ein paar Witzchen über den sogenannten deutschen Gangster-Rap servieren, müssen wir Sie enttäuschen.“

Es geht weiter mit „Herrenmenschenhumor“, der wird so definiert:

„Uferlose Gewalt-, Sex- und Auslöschungsfantasien werden hier, anders als bei anderen zwanghaften Explizitisten im Pop wie etwa der Band Rammstein („Schönes Fräulein, Lust auf mehr / Blitzkrieg mit dem Fleischgewehr“), doch recht unironisch vorgetragen. Der einzige Witz, der durchscheint, ist Herrenmenschenhumor, Gags auf Kosten derer, die für wertlos erklärt werden.“

Der Artikel resümiert:

„Auf dem Weg dahin nehmen sie die Merkmale der beiden wesentlichen massenbewusstseinsprägenden gesellschaftlichen Sphären der Gegenwart wirklich ernst: aus der Kunst die Selbstverständlichkeit, sich keinen Regeln fügen zu müssen, und aus dem Sport den Behauptungswillen um beinahe jeden Preis. Anders gesagt: Wenn man sich den Idealtyp des zeitgenössischen Kapitalisten vorstellen will, kommt dabei ein Gangster-Rapper wie Bushido heraus, der die Tugenden, denen wir bei allerlei Gelegenheiten im Stadion und im Museum besten Gewissens selbst huldigen, einfach nur ein bisschen auf die Spitze treibt. Bushido, primus inter pares. Wenn das kein Grund für etwas Unbehagen ist.“

Heute dann ein Bericht aus dem Gericht: die Opfer machen keine Aussage:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/prozess-wegen-angeblicher-schuh-attacke-berliner-richter-sprechen-bushido-frei-1.1893910

2012 machte der „Musiker“ öffentlichkeitswirksam ein „Praktikum“ beim CDU-Abgeordneten, eine „Win-Win-Situation“ – oder „Herrenmenschenhumor“…?

http://www.sueddeutsche.de/panorama/bushido-im-bundestag-praktikum-ey-1.1396413

Was das alles mit mir zu tun hat?

Die bayerische Justiz hielt mich zehn Monate wegen dieser Dienstaufsichtsbeschwerde in Untersuchugnshaft. Das Ziel war die dauerhafte Unterbringung wegen „Gefährlichkeit“ – und zwar laut Staatsanwaltschaft für die „Allgemeinheit“! Ich bin kein „Rapper“, ich bin ehemaliger Polizeibeamter! Wenn ich „Fotze“ sage, werten Richter das als „Beleidigung“, die drakonisch verfolgt wird!

Die Beschwerde:
Dienstaufsichtsbeschwerde/Klage gegen Staatsanwaltschaft Würzburg, 18.05.2009

Der Gesamtvorgang anhand Originalakten:
https://martindeeg.wordpress.com/2013/08/17/bayerische-justiz-der-missbrauch-des-§-63-stgb/

Nachdem das Landgericht feststellt, das alle meine Aussagen keine Straftat darstellen – sondern zweifellos durch Art. 5 Grundgesetz gedeckt sind – verweigern die Täter im Amt dennoch die Entschädigung.

Die Verantwortlichen dieser Freiheitsberaubung im Amt, als die der Vorgang seit 2009 angezeigt ist, sind immer noch im Amt! Sie wurden befördert, CSU-Parteigänger.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet bislang nicht!
Muss wohl zuerst eine Platte aufnehmen.

Das Problem ist eine Justiz, die gegen Unschuldige, Justizkritiker und mündige Bürger – auch Gustl Mollath, ein Paradebeispiel – mit drakonischen und rechtsfremden Maßnahmen „harte Hand“ beweisen will, weil man es mit denen ja vermeintlich machen kann….

Gleichzeitig duckt man sich weg, wo es um tatsächliche Verrohung geht!

Die Straftat, die ich durch die Dienstaufsichtsbschwerde laut Beschwerdegegner, Staatsanwaltschaft Würzburg, und deren „Kumpel“ beim OLG Bamberg „begangen“ haben soll lautet – „Störung des öffentlichen Friedens“…!

Natürlich.

Ich bin auch „nur“ Vater, wie Bushido. Nur habe ich durch Verschulden der Justiz über Jahre keinen Kontakt zu meinem Kind!

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5 Gedanken zu „Was ich mit „Bushido“ zu tun habe….

  1. Die Staatsanwaltschaft Würzburg darf sich warm anziehen. Nicht nur, dass ich mal eben ohne Straftat zehn Monate weggesperrt wurde.

    Auch die Presse wurde sofort und falsch informiert.

    Die Folge ist der bis heute verfügbare Pressebericht über mich „Ex-Polizist drohte mit Amoklauf“.

    Das ist nur EIN Beispiel für zahllose ähnliche Fälle in der Region Franken, wo Unschuldige mal eben öffentlich vorverurteilt werden!

    Nun hier angesichts immer unverschämterer Gesetzesbrüche durch Strafverfolger:


    „Henning Ernst Müller 21.02.2014
    Pressekonferenzen zu laufenden Ermittlungsverfahren sind unzulässig
    Das Verhalten der Staatsanwaltschaft Hannover im Fall Edathy reiht sich ein in eine schon längere Kette von Fällen, in denen Strafverfolgungsbehörden im Ermittlungsverfahren mit fragwürdigen Auskünften an die Öffentlichkeit gingen“….

    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41059/1.html?zanpid=1871914631212495872

  2. Herr Deeg, können wir denn mal zusammenschirren? Unter anderem würde ich mich freuen wenn Sie als ehemaliger Polizeibeamter Stellen für mich in der nächsten Buchauflage kommentieren würden, wo ich mit der Polizei in Berührung kam und an deren Arroganz, Selbstherrlichkeit und mangelnder Kritikfähigkeit schier verzweifelt bin! Dann kann Ihre Situation auch gerne darin erwähnt werden – ich glaube auf diese Weise, wenn Sie das bei anderen Betroffenen auch machen, können Sie ihr Anliegen sehr leicht vervielfältigt und verbreitet bekommen! Hier noch mal ein Link: http://jochenlembke.wordpress.com/exposee-und-leseprobe-zicking-die-sechste/

      • Ich schicke Ihnen auch gerne noch ein paar prägnante Stellen nach, wie etwa Ihr Kollege die zum Schutz der Gewalt verkommene gewaltverherrlichende Anwendung des „Gewaltschutzgesetzes“ aktiv, bewusst und in Verletzung von Frieden und Menschenrechte durchdrückte und mich dann, als ich mich über diese Gestapomethoden beschwerte, mit einer Klagewelle überzog. Da die Klägerin vor mir, einem friedlichen unbewaffneten Menschen grundlos Angst äußert und er das ja aktiv unterstützt, anstatt zu vermitteln und befrieden, sagte ich ihm, ich fühle mich von ihm, da er ja ein (Dienst)waffe hat, auf jeden Fall persönlich bedroht – das brachte mir noch einmal eine Verleumdungsklage ein.

      • Hallo Herr Lembke, ich glaube das sofort. Was bei Polizei, Strafverfolgung und Justiz vorgeht, spottet jeder Beschreibung.

        Mein Schwerpunkt liegt bei der bayerischen Justiz, die sich offenkundig ihr eigenes „Rechtssystem“ eingerichtet hat und damit nur durchkommt, weil der unbedarfte Normalbürger schlicht nicht glaubt, was hier geschieht – und die Medien großzügig über vieles schweigen! Das geht so nicht mehr! Und ich werde das nicht hinnehmen!

        Andererseits interessant ist natürlich, was die Polizei so treibt, da der an Dummheit schwer zu überbietende Umgang mit „Paarkonflikten“ und das „präventive“ Einmischen in Privatleben ohne jede Kompetenz hierfür regelhaft das Schlüsselereignis ist, das Menschen zerstört.

        Links können Sie mir gerne schicken…

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