Wie die Justiz Väter und Eskalationen provoziert – das Stalking-Phantasma beim Paarkonflikt mit Kind (2) – „Frauenhaus“ & Co.

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Update 31. Oktober 2013:

Inzwischen gibt es eine neue Tragödie und neue Berichte.

Dieses Mal wird die Sache so dargestellt, dass die Tat passieren konnte, weil die Frau ihre Anzeige zurückgezogen hat.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ehedrama-in-oberschleissheim-ein-mord-der-sich-angekuendigt-hat-1.1806884

„Die sachbearbeitende Staatsanwältin habe sogar noch bei der 45-Jährigen angerufen und sie gefragt, ob sie die Anzeige wirklich zurücknehmen wolle. Doch die Frau sei bei ihrer Entscheidung geblieben.

Für Sibylle Stotz vom Frauenhaus ist das nicht verwunderlich: „Wer hält das schon aus, eine Anzeige gegen den Partner aufrechtzuerhalten und mit ihm in derselben Wohnung zu leben?“ Der Mann mache Druck, eventuell auch der Rest der Familie.

Viele Frauen glaubten, dem gewalttätigen Partner mit der Anzeige einen Schuss vor den Bug zu geben. „Aber dass sich der ändert, liegt eher im Bereich eines Märchens.“ Die Beziehung zu beenden und auszuziehen, sei der beste Schutz. “ Es gibt immer Möglichkeiten“, sagt Stolz, „70 Prozent unserer Hilfesuchenden schaffen den Start in ein neues Leben.“

Wie kommt man auf diese Zahl, und was ist mit den „anderen“ 30 Prozent….!

Das Arbeiten mit „Dunkelziffern“, mit Phantasiezahlen gehört offenbar ebenso zur „Kernkompetenz“ feministischer Netzwerke wie die Prokjektion aufgrund eigener Vorurteile, von Männerhass und Verachtung, oft gespeist aufgrund eigener Erfahrungen!

All das wäre kein Problem, handelte es sich um eine Selbsthilfegruppe – Frauenhäuser und feministische Netzwerke tun aber etwas ganz anderes: sie wollen allen Frauen ihre Dogmen aufquatschen, eine „Opferrolle“ verbreiten und erzwingen – um so die phantasierte allgegenwärtige „männnliche Gewalt“ auszumerzen, ein frauenbewegtesLegoland zu erschaffen.

Erstaunlich auch, dass Staatsanwältinnen bei Anzeigenerstatterinnen anrufen!

Anzeigen von Männern werden i.d.R. im Bereich „Paarkonflikt“ überhaupt nicht bearbeitet, wenn man Glück hat bekommt man ein schriftliches Formblatt, dass „kein Anfangsverdacht“….! Ja, auch das ist ein Erfahrungswert.

Die SZ macht auch gleich noch „Werbung“:

„Am Sonntag, 24. November, will das Frauenhaus bei einer Kundgebung auf der Theresienwiese einen besseren Schutz für Betroffene fordern. Mitte Oktober war in Giesing eine 29-jährige von ihrem Mann erstochen worden. Sie hatte ihre Anzeigen nicht zurückgezogen und ein Kontaktverbot erwirkt, was den Mann aber nicht von seiner Tat abhielt.“…“

Die Frage ist: WAS WOLLEN DIE?

Um aufzuzeigen, weshalb ich mich hier echauffiere, warum mich diese vorverurteilende männerverachtende Geisterfahrt in diesem Land hier so beschäftigt, die wirklich jede Eskalation in ihren Tunnel hineinzwängt, muss endlich einmal der Blick erweitert werden.

Die Dreistigkeit, mit der nun wahlweise

a) das zu lasche Vorgehen von Gesetzgebern und Polizei für Ermordungen und eine Woche später nun

b) gar die Frau selbst, die Familie und der „mangelnde Mut“, die mangelnde Entschlossenheit zur „Anzeigenerstattung“ als Ursache und Erklärung für einen grausigen Mord herhalten soll, ist schwer erträglich!

Es ist viel einfacher: JEDER kann zum Mörder werden.

Und Justiz, Polizei und v.a. auch die Frauennetzwerke, die Frauenhaus-Gesellschaft sorgt dafür, dass das so bleibt und viele zum Mörder werden, die weder kriminell sind noch gewalttätig „veranlagt“! Die Eskalaltionen sind vermeidbar, würde man Männer endlich wie gleichwertige Menschen behandeln und nicht wie Aussätzige, die von berufener Seite einen „Schuss vor den Bug“ etc. erhalten…..Unerträglich!

Wieso, werde ich hier aufzeigen und vielleicht machen sich auch die Adressaten hierüber einmal objektiv Gedanken.

Meine Erfahrungen mit der bayerischen Justiz habe ich hier ausführlich dargelegt.

Im Jahr 2003 wurde ich Vater. Die Beziehung und die Perspektive einer Familie führten zu erheblichen Vorleistungen, so z.B. das Eingehen auf die wechselnden Wünsche der Kindsmutter, was den Wohnortwechsel von Stuttgart nach Würzburg anging. Auch meine unfreiwillige Beendigung der Beamtenstellung auf Lebenszeit bei der Polizei steht im Zusammenhang mit der Beziehung. Ebenso das permanente Zurückstecken eigener interessen diesbezüglich aufgrund des höheren Status der Frau.  Auch die Eifersucht und die hieraus entstehende Ambivalenz, von der ihre Beziehungen geprägt sind, nahm ich hin.

Während der Schwangerschaft, die endlich manche Komplexe der Frau abbaute, entwickelte sich so eine sehr konkrete zukunftsweisende Perspektive – und die in Folge lebensfüllende Verantwortung für ein Kind.

Drei Monate nach der Geburt ging die Kindsmutter zum Zivilgericht Würzburg und beantragte mit falscher Eidesstattlicher Versicherung eine Gewaltwschutzverfügung gegen mich. Da ich als nichtehelicher KEINE Rechte hatte, war ich weg! Das wusste ich damals in dieser Konsequenz schlicht nicht – da ich damals noch dachte, auch in Bayern gelten rechtsstaatliche Prinzipien. Die werden nur vorgetäuscht, das ist mein Resümee.

Wenn ich heute zurückdenke, verstehe ich jeden, der in einer solchen Situation zur Waffe greift und die Frau tötet, der ausrastet! Ich kann durchaus nachvollziehen, welche Ängste und welches durch Wut oberflächlich verdecktes tiefgreifendes existentielles Trauma einen Mann und Vater hier erfassen kann. Ich sage das so deutlich, damit Verantwortliche endlich nachdenken, was in diesem Land für eine Männerverachtung etabliert wurde. Gewaltschutzgesetz, Anti-Staliking-Gesetz, Frauenhaus-Propaganda wirken als Verstärker und selbsterfüllende Prophezeiung.

Bei mir fehlte für ein „Ausrasten“ oder gar Gewalt damals der emotionale Unterbau. Gewalt wäre absurd gewesen. Wogegen? Gewalt entsprach in keiner Weise meinem Charakter. Das höchste sind verbale Ausbrüche bei Themen, die mich wirklich tangieren. Ein Kollege von der Polizei, der mich seit 25 Jahren kennt, charakterisierte mich als Zeuge 2010 vor dem Landgericht Würzburg als „besonnen, zurückhaltend, bei Konflikten eher vermittelnd tätig“.

Daher dachte ich auch bei Erhalt der „Gewaltschutzverfügung“ am 22.12.2003: Die spinnt und jeder sieht es. Es wird sich ja alles aufklären, ich muss nur die Fakten bei diesem Gericht aufzeigen und dafür sorgen, dass der Kontakt zu meinem Kind nicht abbricht. Das Zivilgericht interessierte die Fakten nicht. Das Familiengericht zerstörte durch Verschleppung um acht Monate die Bindung und begründete die jahrelange Entfremdung.

Nun, die Frage, wie kommt es dazu, dass eine Frau ein Gericht einschaltet und den Partner ungerechtfertigt als Gewalttäter diffamiert?

Die Antwort: weil sie es kann. Und weil sie sowohl von staatlicher als auch von „Helferseite“ hierzu ermutigt, gedrängt, aufgefordert wird.

Die Opferrolle wird belohnt. Männer sind verachtenswert. Wenn eine junge Mutter ihren Partner anzeigt, muss das ja Gründe haben….

Details interessieren nicht, bzw. bestehen dafür keine Ressourcen, zumindest von polizeilicher Seite: Hausstreitigkeiten macht keiner gern, die werden abgegeben: bei „häusliche-Gewalt“-Abteilungen agieren demgemäß hierfür motivierte Beamtinnen, die das „gerne“ machen.

Die Mechanismen sind Alltag: Polizei agiert bei jedem Paarkonflikt gleich, Opfer ist die Frau, Täter ist der Mann. Alles andere sind „Ausnahmen“. Wenn nichts greifbares vorliegt, ist der Mann auf jeden Fall der Aggressor per Geschlecht, damit wieder der „Täter“.

Dementsprechend werden Frauen auch bei völlig unklaren Vorwürfen/Familiendynamiken und ohne greifbare Straftaten darauf verwiesen:

a) erwirken Sie beim Gericht eine Verfügung / Kontaktverbot und/oder

b) gehen Sie ins Frauenhaus, wenn Sie Angst haben etc..

Wird in Kürze fortgeführt…….

…..es ist anhand konkretem Beispiel aufzuzeigen, wie diese Praxis ohne jeden Nutzen eine Eskalation im Einzelfall befördert, Leben zerstört und bis heute ungeniert in Medien und durch Verantwortliche dieser Zustände weiter „empfohlen“ wird.

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4 Gedanken zu „Wie die Justiz Väter und Eskalationen provoziert – das Stalking-Phantasma beim Paarkonflikt mit Kind (2) – „Frauenhaus“ & Co.

  1. „Der Druck auf den Gesetzgeber, endlich eine Reform anzupacken, wächst: Der Deutsche Anwaltverein hat soeben Vorschläge vorgelegt. Er will den Mordparagrafen abschaffen und durch einen umfassenden Tatbestand der „Tötung“ ersetzen, der dann verschiedene Freiheitsstrafen bis hin zu lebenslanger Haft ermöglichen soll. Auch die schleswig-holsteinische Justizministerin Anke Spoorendonk hat eine Reforminitiative im Bundesrat angekündigt. Damit würde angepackt, was die Strafrechtsprofessoren seit Jahrzehnten ziemlich einhellig fordern. Thomas Fischer, Senatsvorsitzender am Bundesgerichtshof und Autor des wichtigsten Strafrechts-Kommentars, wundert sich, warum der Mordparagraf sich überhaupt so lange halten konnte und spricht von einer „braunen Schleimspur“. Die Reform des Tötungsstrafrechts könnte zur ersten Aufgabe für den neuen Bundesjustizminister Heiko Maas werden.“

    http://www.sueddeutsche.de/politik/reform-des-strafrechts-warum-mord-nicht-gleich-mord-ist-1.1849029

  2. Nun sogar bei mir in der „Nachbarschaft“:

    Der zentrale Satz:
    „….obwohl ein Gericht ihm den Kontakt zu seiner ehemaligen Lebensgefährtin verboten hatte….“

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.versuchter-totschlag-in-weilimdorf-47-jaehriger-wollte-ex-freundin-anzuenden.84d73a3f-da6b-4668-bbee-2ac7105279a0.html

    „….bereits früher wegen häuslicher Gewalt aufgefallen, teilte die Polizei mit. Obwohl ein Gericht ihm den Kontakt zu seiner ehemaligen Lebensgefährtin verboten hatte, verschaffte er sich am Dienstagabend Zutritt zur Wohnung der 45-Jährigen im Wohngebiet Pfaffenäcker.“

  3. Weiterhin stelle ich mir die Frage, inwiefern das Konzept der PTBS, deren Bedeutung wohl zumindest in Fachkreisen in Zukunft, bedingt durch aktuelle Änderungen im amerikanischen Diagnosehandbuch, eher zunehmen wird, dahingehend nützlich sein kann, die von Ihnen beschriebenen Mechanismen nachzuvollziehen.
    Hierzu kann ich momentan aber nicht viel mehr sagen, als dass historisch bedingt – die beiden Weltkriege + der öffentliche Umgang mit KZ-Opfern/Überlebenden – in Deutschland grundsätzlich eher eine Ablehnung dieses Krankheitsbilds vorherrscht und dass hierzulande Forschung in diesem Bereich praktisch nicht statt findet. Wie der aktuellen Diskussion zur Forensik zu entnehmen ist, spielt die Paranoia, die Schizophrenie, hier eine wesentlich bedeutendere Rolle.
    Das Konzept der PTBS kann als Antagonist zu dieser Diagnose gesehen werden: ein von Grund auf anderer Blickwinkel auf den Patienten, völlig andere Behandlung. Allerdings keine klare pharmakologische Lösung bislang. Vielleicht bleiben Deutschlands Psychiater deshalb lieber bei Schizophrenie – Haloperidon.

  4. „Erstaunlich auch, dass Staatsanwältinnen bei Anzeigenerstatterinnen anrufen!“ – allerdings, davon, dass StaatsanwältInnen mit gewöhnlichen, bürgerlichen Anzeigeerstattern telefonieren, habe ich bislang auch nichts mitbekommen.
    „Anzeigen von Männern werden i.d.R. im Bereich “Paarkonflikt” überhaupt nicht bearbeitet, wenn man Glück hat bekommt man ein schriftliches Formblatt, dass “kein Anfangsverdacht”….! Ja, auch das ist ein Erfahrungswert.“ Dummerweise kann ich auch diesen Teil Ihrer Einlassungen nur bestätigen, obwohl ich nicht einmal ein Mann bin. Das Schreiben „kein Anfangsverdacht“ erreicht nicht jeden, dessen Anzeige als unbegründet verworfen wird. Ich bekam noch nie eines.
    Die Sache mit Frauenhaus ist eine Sache für sich….
    Dass dort die Opferrolle eher bestätigt wird, denn konkrete brauchbare Perspektiven erarbeitet werden, ist leider auch meine Erfahrung. Was mit den 30% geschieht, die kein neues Leben ohne ihren möglicherweise/vermutlich gewalttätigen Ehemann anfangen, wird wohl im Unklaren bleiben. Dass die 70% die diesen Schritt wagen für den neuen Lebensweg etwa Tipps bekommen, wie sie selbst dazu beitragen können, in künftigen Beziehungen Abhängigkeiten zu vermeiden, Gewalttendenzen frühzeitig zu erkennen oder die eigene Rolle kritisch zu prüfen, dürfte eher unwahrscheinlich sein – zumindest soweit meine Erfahrung reicht.
    Brauchbare Konzepte funktionierender zwischenmenschlicher Beziehungen scheinen unerwünscht – ich frage mich, ob dahinter nicht schlicht wirtschaftliche Interessen ( zumindest in der gesamtgesellschaftlichen Dimension) stehen.
    Im Einzelfall denke ich, wie schon zuvor an anderer Stelle geäußert eher an Machtansprüche gegenüber dem Partner. Am ehesten im Sinne einer von C. G. Jung ( habe das Buch leider nicht mehr vorliegen) beschriebenen Beziehungsstruktur, in der jeweils ein Partner derjenige ist, der von der Beziehung profitiert während der andere eben derjenige ist, der auf persönlicher Ebene „draufzuzahlen“ hat. (Sehr frei von mir wiedergegeben, diese Ansicht zur Struktur von zweierbeziehungen teile ich nicht unbedingt uneingeschränkt, finde sie aber in Konfliktbeziehungen dennoch als Denkansatz brauchbar).

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